Ferrari-Teamchef erklärt: Deswegen wird die Saison 2020 "signifikant teurer"

Ruben Zimmermann

Ab der Saison 2021 greift in der Formel 1 die neue Budgetobergrenze in Höhe von 175 Millionen US-Dollar. Red-Bull-Teamchef Christian Horner warnte bereits davor, dass diese dafür sorgen könnte, dass 2020 für die Topteams eines der teuersten Jahre der Formel-1-Geschichte wird. Denn das ist die letzte Gelegenheit, vor der Kostendeckelung noch einmal im großen Stil zu investieren.

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto bestätigt Horners These und erklärt, dass 2020 für die Scuderia "signifikant teurer" als das Jahr 2019 werden wird. "Wir alle haben [die Arbeit am Auto für 2021] sehr früh begonnen", erklärt er. Daher sei im kommenden Jahr ein "Extrabudget" notwendig. "Es geht nicht nur um Geld, auch um Ressourcen", erklärt Binotto.

Denn die Scuderia benötigt nicht nur mehr Geld sondern auch zusätzliche Mitarbeiter. Zudem entsteht in Maranello aktuell ein neuer Simulator. "Wir sind bereit, zu investieren", erklärt der Ferrari-Vorsitzende Louis Camilleri. Unter anderem werde das Geld aus der Autoabteilung, die 2019 ein gutes Jahr hatte, verwendet, um das Budget in der Formel 1 noch einmal zu erhöhen.

"Wir sind eine Firma, und das Autogeschäft unterstützt Mattias Geschäft", erklärt Camilleri. Klar ist aber auch, dass sich Ferrari von den hohen Investitionen Ergebnisse verspricht. 2019 war man im Titelkampf chancenlos gegen Mercedes. Binottos Job, den er erst Anfang des Jahres übernommen hatte, soll allerdings nicht in Gefahr sein. "Wir brauchen Geduld, Stabilität und Ruhe", so Camilleri.

Mit Bildmaterial von LAT.

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