Nach Feuer: Gasly droht bei Motorwechsel eine Gridstrafe

Maria Reyer
·Lesedauer: 2 Min.

Pierre Gasly löste im zweiten Freien Training in Portugal unfreiwillig eine Unterbrechung aus. Sein Honda-Antrieb im Heck des AlphaTauri-Boliden fing Feuer. Das "Blackout" könnte ein Nachspiel für den Franzosen haben: Bei einem Motorwechsel droht ihm eine Strafversetzung.

"Fünf Sekunden bevor ich stehengeblieben bin, hat sich alles ausgeschaltet. Die Lenkung, die Elektronik im Auto", schildert Gasly nach der Session. "Wir untersuchen jetzt, was da passiert ist. Das Heck des Autos hat stark gebrannt."

Der Franzose hüpfte, nachdem er unfreiwillig am Streckenrand stehengeblieben war, sofort aus dem Auto. Die Streckenposten waren nicht sofort an Ort und Stelle, da sie zunächst die Strecke überqueren mussten. Es dauerte einige Minuten bis sie das Feuer schließlich löschen konnten, dadurch wurde das Heck stark beschädigt.

Gasly steht bei allen Antriebskomponenten bereits am Limit: Er hat in dieser Saison schon drei Verbrennungsmotoren, drei MGU-H, drei MGU-K, drei Turbos, zwei Kontrolleinheiten und zwei Energiespeicher verwendet. Bei einem Wechsel auf eine neue Komponente droht demnach eine Strafe.

Bevor das Feuer ausbrach, konnte er 27 Runden am Nachmittag absolvieren. Am Ende des Trainings war Gasly auf dem ermutigenden siebten Platz zu finden. Er wird allerdings am Samstag ein wenig aufholen müssen, da er nur auf dem harten Reifen unterwegs war.

"Natürlich ist das nicht ideal, besonders weil ich den weichen Reifen nicht fahren konnte. Wir sind nur mit dem harten gefahren. Auf einer neuen Strecke ist das nie großartig. Aber so ist das eben, leider", bedauert er den technischen Defekt.

Um sich auf das Qualifying und Rennen dennoch bestmöglich vorbereiten zu können, wird Gasly auch die Daten von Teamkollegen Daniil Kwjat heranziehen. Mit der Pace war er am Freitag "recht zufrieden". Aber: "Ich fühle mich noch nicht völlig komfortabel im Auto. Morgen können wir uns verbessern."

Dabei wird das dritte Freie Training für ihn besonders wichtig. "Weil wir die Runden aufholen müssen, [die wir heute nicht mehr fahren konnten]." Kwjat belegte nur den 17. Platz im zweiten Training. Im Gesamtergebnis belegten die AlphaTauri-Fahrer am Freitag die Ränge acht (Gasly/ +1,238 Sekunden) und 15 (Kwjat/+2,338).

"Es war wirklich schwierig, in den Rhythmus zu finden", gesteht der Russe. "Es ist im Moment nicht ganz klar. Wir müssen das analysieren, aber das Gefühl war heute nicht so gut. Das hat wenig Spaß gemacht heute. Ich hatte kaum Grip, die Strecke ist sehr rutschig."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.