FIA und Ferrari möchten wieder eine Frau in die Formel 1 bringen

Norman Fischer
motorsport.com

Die FIA und Ferrari haben sich zum Ziel gesetzt, Frauen eine größere Chance auf die Formel 1 zu geben und aus diesem Grund eine neue Initiative gestartet. Am Ende dieser Initiative winkt zwei Fahrerinnen ein Platz in der Fahrerakademie der Scuderia sowie eine Formel-4-Saison.

Zusammen mit der Kommission Frauen im Motorsport wurde das Projekt "FIA Girls on Track - Rising Stars" gestartet, bei dem weibliche Renntalente der Zukunft entdeckt und gefördert werden sollen. Dabei möchte man die besten Talente im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren herausfischen und ihnen dabei helfen, eine professionelle Karriere aufzubauen.

Ausgelegt ist das Programm erst einmal auf vier Jahre. Schon in diesem Jahr haben 145 nationale Motorsportbehörden auf der ganzen Welt hoffnungsvolle Nachwuchstalente nominiert. 20 von ihnen wurden bereits ausgewählt und für den Oktober zu einem Shoot-out an der Winfield Racing School eingeladen.

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Davon werden später zwölf Fahrerinnen ausgewählt, die zwei verschiedene Trainingscamps mit dem Fokus auf Kartsport und Formel 4 absolvieren werden. Im November dürfen dann die vier Besten eine Woche in die Ferrari-Driver-Academy schnuppern, wo ihnen wichtigsten Dinge in Sachen Fahren, aber auch Wirtschaft und Medien vermittelt werden.

Die Beste der vier Fahrerinnen könnte dann mit einem Vertrag über ein Jahr in der Ferrari-Akademie und der Formel-4-Saison 2021 ausgestattet werden - inklusive einer Option für Ferrari, den Vertrag um ein Jahr zu verlängern.

2021 wird dieser Prozess noch einmal wiederholt werden, sodass eine zweite Fahrerin zu Ferrari stoßen könnte. "Wer weiß, vielleicht sehen wir ja eines Tages wieder einmal eine Frau in einem Formel-1-Rennen - zum ersten Mal seit 1976", sagt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto.

Mit Bildmaterial von formula1.com.

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