WWE bizarr: Fiend "enthaart" seinen Rivalen

Martin Hoffmann
Sport1

Erst am Freitag wurde vermeldet, dass der Horror-Charakter The Fiend zum größten Merchandise-Verkäufer bei WWE aufgestiegen ist - da ist diese Aktion nur folgerichtig.

Bei der aktuellen Episode von Friday Night SmackDown stellte das Alter Ego von Bray Wyatt eine neue, auf ihn zugeschnittene Version seines Universal Championship Titles vor.

Anstelle des eben erst nur leicht veränderten Titelgürtels (von rot auf blau, der Signalfarbe von SmackDown), präsentierte der Fiend in seinem "Firefly Fun House" einen völlig neuen, schwarzen "custom belt" ohne Edelsteine, mit der Maske im Zentrum und seinen Schlagwörtern "Hurt" und "Heal" an den Seiten.

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Als Fiend wird Wyatt offensichtlich von nun an diese Version des Gürtels tragen, in seinen "normalen" Auftritten bleibt er bei dem blauen Gürtel, der nun auch mit Gravierungen des Fiend-Gesichts verziert ist.

Es blieb nicht die einzige einprägsame Aktion des Fiend an diesem Abend: Am Ende der Show tauchte er wieder auf und griff seinen Rivalen Daniel Bryan an. Das Ergebnis der bizarren Attacke dürfte zu einer optischen Veränderung bei Bryan führen.

Daniel Bryan: Das "Yes Movement" lebt wieder

Wyatt hatte Bryan in seinem als dunkle Kindersendung inszeniertem "Fun House" aufgefordert, nochmal mit ihm zu "spielen", ihn also zu einem weiteren Match herausgefordert, nachdem er ihn bei den Survivor Series besiegt hatte.

Bryans alter Erzfeind The Miz versuchte noch, ihn davon abzubringen, die Herausforderung anzunehmen, zu dessen eigenem Besten - vergeblich: Bryan trat am Ende vor das Publikum und erklärte sich.

Bryan teilte mit, dass er bei den Series gemerkt hätte, dass er etwas verändern müsse. Nach wochenlangem Zögern, seinen "Babyface Turn" zu vollenden, meinte er nun, dass er die neuen Sympathiebekundungen der Fans registriert hätte und sie ihm einen Schub geben würden.

Von sich aus erinnerte Bryan daran, dass er sein "Yes Movement", das ihn 2014 zu seinem großen Sieg im Main Event bei WrestleMania 30 getragen hatte, für tot erklärt hatte, als er sich im vergangenen Jahr in einen verbitterten Schurken verwandelt hatte. Nun kam er zum Schluss: Es lebt wieder, die Fans hätten es neu erweckt.


Bryan nahm Wyatts Herausforderung diesmal also erstmals wieder mit einem überzeugt vorgetragenen "Yes! Yes! Yes!" an - doch das letzte Wort hatte sein Gegner.

The Fiend entfernt Daniel Bryans Haare

Wyatt tauchte noch einmal auf dem Videobildschirm auf, von seinem "Fun House" aus zeigte er sich erfreut über Bryans Entscheidung - und erinnerte daran, dass er den Fans ja noch etwas versprochen hätte: einen neuen Charakter, ein neues Gesicht für sein Fun House.

Die Einlösung dieser Ankündigung lief dann anders als gedacht: Durch ein Loch im Ring tauchte der Fiend in der Arena auf und attackierte Bryan. Nachdem er ihn mit der Mandible Claw ausgeknockt hatte, zog er ihn zu sich in das Loch - und tauchte mit mehreren Büschel Haaren wieder auf (Lesen Sie hier die unglaubliche Geschichte, wie ein realer Mordfall den Fiend-Finisher inspirierte).


Es sieht so aus, als ob der Fiend Bryans Haar- und Bartpracht verwüstet hat und der im Zuge seiner eigenen Verwandlung auch seine Zausel-Optik ablegen wird.

Die weiteren Highlights:

- Roman Reigns eröffnete die Show und wünschte allen ein fröhliches Thanksgiving - außer seinem Rivalen King Corbin, den er zum Kampf aufforderte. Corbin tauchte auch auf und die beiden beschuldigten sich gegenseitig, im Elimination Match gegen RAW und NXT bei den Survivor Series ihr eigenes Ego über den Teamgedanken gestellt zu haben.


Corbin zog es letztlich vor, seinen Verbündeten Robert Roode gegen Reigns vorzuschicken, trotz diverser Eingriffe von Corbin und Roodes Partner Dolph Ziggler besiegte Reigns Roode mit dem Spear. Die drei Bösewichte gingen dann gemeinsam auf Reigns los, als Höhepunkt versuchte Roode, Reigns mit Corbins Zepter auf den Kopf zu schlagen, während dieser auf einem Stuhl lag. Reigns wich aus und rächte sich: Er verpasste Roode einen Spear durch die Ringabsperrung und begrub ihn dann unter einem der Kommentatorentische.


- Sasha Banks (im Elimination Match bei den Series gegen das NXT-Team unterlegen) und Damenchampion Bayley (zur Aufgabe gezwungen von NXT-Kollegin Shayna Baszler) betraten den Ring, um ihre SmackDown-Kolleginnen für die Niederlagen am Sonntag verantwortlich zu machen - und bekamen das Echo: Lacey Evans drehte den Spieß um, verhöhnte Bayley für ihre Niederlage und streckte Banks schließlich mit der Women's Right nieder.


- Nach einem Sieg von Nikki Cross über Sonya Deville wurde die Schottin von Deville und ihrer Partnerin Mandy Rose attackiert - worauf Alexa Bliss ihr Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause feierte und Cross zu Hilfe kam.


- Noch ein nahendes Comeback: Der frühere World Champion Sheamus - der im Frühjahr eine Gehirnerschütterung erlitten und dann auch wegen Nackenproblemen sieben Monate pausiert hatte - kündigte seiner Wiederkehr an, nun wieder mit normaler Frisur und ohne Irokesenschnitt.


- Rückkehr Nummer 3: Der zuletzt von einer Knöchelverletzung schachmatt gesetzte Elias führte sich mit einem Spottlied gegen Drake Maverick wieder ein.


- Sheamus' Ex-Partner Cesaro nahm derweil zusammen mit Shinsuke Nakamura die Herausforderung von The New Day zu einem Tag-Team-Titelmatch an. Kofi Kingston pinnte ihn nach einem umkämpften Match mit dem Trouble in Paradise, nachdem Nakamuras Manager Sami Zayn zuvor bei einem Eingriffsversuch ertappt worden war.


Die Ergebnisse von WWE Friday Night SmackDown am 29. November 2019:

Roman Reigns besiegt Robert Roode
Mustafa Ali besiegt Drew Gulak
Nikki Cross besiegt Sonya Deville
WWE SmackDown Tag Team Title Match: The New Day (c) besiegen Cesaro & Shinsuke Nakamura

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