FIFA Awards: Klopp als einziger Deutscher nominiert

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Wer wird der Nachfolger von Luka Modric? Der Mittelfeldspieler von Real Madrid gewann im letzten Jahr die Wahl zum FIFA-Weltfußballer.

An diesem Mittwoch gab der Fußball-Weltverband in den vier Kategorien die Nominierten für den "The Best FIFA Football Award 2019" bekannt. Die Öffentlichkeit wählt den Sieger aus einer Vorauswahl der zehn besten Spieler und Trainer im Jahr 2019 in jeder Gruppe.


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Keine deutschen Männer nominiert

Bei den Männern ist ist Deutschland in der Vorauswahl nicht vertreten. Unter den zehn Namen finden sich auch Cristiano Ronaldo und Lionel Messi wieder, die in der Vergangenheit jeweils schon fünfmal gewählt worden waren.

Die Wahl gilt aber als offen wie selten, zu den großen Favoriten zählen der Franzose Kylian Mbappe (Paris) und Liverpools Mohamed Salah. Vorjahresgewinner Luka Modric (Kroatien/Real Madrid) steht nicht auf der Shortlist.

Klopp als Trainer des Jahres nominiert

Teammanager Jürgen Klopp vom Champions-League-Sieger FC Liverpool darf sich berechtigte Hoffnungen auf die Auszeichnung zum Welttrainer machen. Der 52-Jährige steht als großer Favorit auf der Shortlist, die von der FIFA am Mittwoch veröffentlicht wurde und neben Klopp neun weitere Kandidaten umfasst.


Die weiteren neun nominierten Trainer sind Djamel Belmadi (Algerien), Didier Deschamps (Frankreich), Marcelo Gallardo (River Plate), Ricardo Gareca (Peru), Pep Guardiola (Manchester City), Mauricio Pochettino (Tottenham Hotspur), Fernando Santos (Portugal), Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) und Tite (Brasilien).

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Klopp gewann mit den Reds nach 14 Jahren wieder den Henkelpott, zuvor hatte er mit seiner Mannschaft in der Premier League trotz einer herausragenden Saison mit nur einer Niederlage die erste Meisterschaft seit 1990 verpasst. Auch dank dieser Leistungen wurde Klopp am Sonntag in Deutschland bereits zum dritten Mal als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

Sollte Klopp als Sieger aus der Wahl hervorgehen, würde er auf Frankreichs Weltmeister-Trainer Didier Deschamps folgen. Jupp Heynckes (2013) und Bundestrainer Joachim Löw (2014) war die Ehre im Männerfußball bereits zuteil geworden.

Keine deutsche Spielerin dabei

Weltmeisterin Megan Rapinoe geht als große Favoritin in die Wahl zur Weltfußballerin. Die Spielführerin des USA gehört wie ihre Landsfrauen Julie Ertz, Rose Lavelle und Alex Morgan zur Shortlist von zwölf Kandidatinnen, die der Weltverband veröffentlichte. Eine deutsche Spielerin ist nicht dabei.


Aus der Bundesliga darf der VfL Wolfsburg auf eine Auszeichnung hoffen. VfL-Spielerin Caroline Graham Hansen wurde ebenso nominiert wie die Engländerin Lucy Bronze, Ada Hegeberg (Norwegen), Amandine Henry (Frankreich), Sam Kerr (Australien), Vivianne Miedema (Niederlande), Wendie Renard (Frankreich) und die Engländerin Ellen White.   

Neville und Ellis nominiert

Bei der Wahl zum besten Frauentrainer wurden erwartungsgemäß Jill Ellis und Phil Neville nominiert. Der ehemalige englische Nationalspieler führte die Engländerinnen bei der WM auf Platz vier. Ellis verteidigte mit dem US-Team ihren Weltmeistertitel. 

Italiens Milena Bertolini, Schwedens Peter Gerhardsson, Japans Futoshi Ikeda, Spaniens Antonia Is, Arsenals Joe Montemurro, Lyons Reynald Pedros, Paul Riley von North Carolina Vourage und die Niederländerin Sarina Wiegman ergänzen die engere Auswahl der Trainerinnen.

Deutsche Trainer und Trainerinnen gingen in dieser Kategorie dieses Mal leer aus.

Abstimmungsberechtigt sind bei der Wahl zum Welttrainer nun zu jeweils 25 Prozent die Kapitäne und Trainer aller Nationalmannschaften in der FIFA, die Fans weltweit sowie mehr als 200 Medienvertreter.

Die Wahlperiode endet am 19. August. Anschließend werden die Namen der drei Finalisten veröffentlicht, aus deren Kreis am 23. September bei einer Gala in der Mailänder Scala der Sieger gekürt wird.

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