FIFA schreibt Fußballgeschichte und setzt erstmals Schiedsrichterinnen bei WM der Männer ein

Die FIFA hat am Donnerstag die 36 Schiedsrichter bekannt gegeben, die bei der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft der Männer zum Einsatz kommen werden.

Zum ersten Mal wurden drei Frauen in den Schiedsrichterpool für die WM 2022 gewählt, die am 21. November in Katar beginnt. Es handelt sich um Stephanie Frappart aus Frankreich, Salima Mukansanga aus Ruanda und Yoshimi Yamashita aus Japan.

Laut der New York Times ist Frappart die wichtigste der drei Schiedsrichterinnen. Sie hat einen „ausgezeichneten Ruf“ und hatte bereits eine Reihe von Premieren als Schiedsrichterin. Sie war die erste Schiedsrichterin bei den Qualifikationsspielen der Champions League und der Weltmeisterschaft und pfiff vor Kurzem im Finale des French Cups.

Darüber hinaus werden drei weitere Frauen als Schiedsrichterassistentinnen teilnehmen. Karen Diaz Medina aus Mexiko, Neuza Back aus Brasilien und Kathryn Nesbitt, eine Amerikanerin, die routinemäßig Spiele der Major League Soccer leitet, werden ebenfalls in Katar dabei sein. Nesbitt verriet in einem Interview mit FIFA.com im Februar 2021, dass sie bis zwei Wochen vor ihrem Einsatz bei der Frauen-WM 2019 als Chemieprofessorin und Forscherin an der Towson University in Maryland tätig war.

„Dies ist der Abschluss eines langwierigen Prozesses, der vor einigen Jahren mit dem Einsatz von Schiedsrichterinnen bei FIFA-Junioren- und Seniorenturnieren begann“, sagte Pierluigi Collina, der Vorsitzende der FIFA-Schiedsrichterkommission, der New York Times. „Damit zeigen wir deutlich, dass für uns die Leistung zählt und nicht das Geschlecht.“

Collina sagte ebenfalls, dass er in Zukunft darauf hoffe, dass es nicht mehr „eine Sensation“, sondern „normal“ sein werde, dass Frauen bei Fußballspielen der Männer pfeifen.

Da die Schiedsrichter genau so viel laufen müssen wie die Spieler, um mit dem Spiel mitzuhalten, müssen sich alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen vor der WM einem rigorosen Trainingsprogramm unterziehen. Massimo Busacca, FIFA-Direktor für das Schiedsrichten, erzählte der New York Times, dass alle Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen ein individuelles Trainingsprogramm erhalten werden, das sie bis zum Anpfiff der WM im November absolvieren müssen.

„Jeder und jede Spieloffizielle wird in den nächsten Monaten sorgfältig überwacht, wobei eine endgültige Bewertung der technischen, physischen und medizinischen Aspekte kurz vor der Weltmeisterschaft erfolgen wird“, sagte Busacca.

FIFA schreibt Fußballgeschichte und setzt erstmals Schiedsrichterinnen bei WM der Männer ein
Stephanie Frappart, die kürzlich die erste Frau war, die als Schiedsrichterin in einem Finale des French Cups eingesetzt wurde, ist eine von drei Schiedsrichterinnen, die für den offiziellen Schiedsrichterpool der WM der Männer ausgewählt wurden. (Foto von John Berry/Getty Images)

Liz Roscher

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