Filmtag: Racing Point fährt mit aktuellem Auto in Silverstone

Ruben Zimmermann
motorsport.com

Private Tests mit aktuellen Autos sind in der Formel 1 verboten. Deswegen griff Mercedes in dieser Woche auf den W09 aus der Saison 2018 zurück, um in Silverstone zwei Testtage vor dem Start der Saison 2020 einzulegen. Racing Point wird in der kommenden Woche (17. Juni) dagegen mit dem aktuellen RP20 in Silverstone auf die Strecke gehen.

Wie ist das möglich, wenn Tests mit den 2020er-Autos eigentlich verboten sind? Erklärung: Racing Point nutzt dafür einen seiner sogenannten Filmtage. Davon haben alle Teams zwei pro Jahr zur Verfügung. Diese Tage unterliegen allerdings strengen Auflagen, weshalb man sie nicht als richtige Testfahrten bezeichnen kann.

So dürfen pro Tag maximal 100 Kilometer gefahren werden. Zum Vergleich: An einem offiziellen Testtag spulen die Formel-1-Teams teilweise mehr als 800 Kilometer ab. Zudem dürfen lediglich Demoreifen von Pirelli verwendet werden. In der Regel nutzen die Teams einen ihrer zwei Tage pro Jahr, um im Winter einen Shakedown des neuen Autos durchzuführen.

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Das war auch bei Racing Point so, als man im Februar in Barcelona seinen ersten Filmtag nutzte. Ohnehin geht es für Racing Point - wie auch für Mercedes in dieser Woche - nicht darum, am Auto zu arbeiten. Vielmehr sollen sich die Piloten wieder daran gewöhnen, ein Formel-1-Auto zu fahren. Und auch für das Team ist der Test wichtig.

Die Mitarbeiter sollen sich vor dem Saisonstart in Spielberg an die neuen Corona-Bestimmungen wie die Maskenpflicht in der Garage gewöhnen. Auch Ferrari wird zu diesem Zweck vor der Reise nach Österreich noch einen Testtag auf der heimischen Strecke in Fiorano einlegen. Genaue Details sind hier allerdings noch nicht bekannt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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