"Großer Kampf": Traum vom zweiten deutschen Triple lebt!

Die Triple-Jägerinnen des VfL Wolfsburg haben sich ins Finale der Champions League gekämpft.

Der deutsche Meister und Pokalsieger gewann das spannende Halbfinale gegen den starken FC Barcelona trotz einiger Wackler mit 1:0 (0:0) und steht zum fünften Mal im Endspiel um Europas Krone.

Das Endspiel steigt am Sonntag um 20 Uhr - dann kann Wolfsburg nach dem FC Bayern das zweite deutsche Triple in dieser Saison klar machen.

Triple-Jagd! Das Champions-League-Finale der Frauen mit dem VfL Wolfsburg - Sonntag ab 19 Uhr LIVE im Free-TV auf SPORT1 und im Stream!

Für Barca wurde der schwarze Tag, an dem Ikone Lionel Messi seinen Wechselwunsch mitteilte, durch die Halbfinal-Pleite der Frauen abgerundet.

VfL-Coach Lerch: "Freuen uns auf das Finale"

"Es war ein sehr intensives Spiel, wir haben das Ergebnis über die Ziellinie gerettet", sagte VfL-Trainer Stephan Lerch nach Abpfiff: "Wir sind ein glücklicher Sieger."

Die schwedische Angreiferin Fridolina Rolfö (58.) ließ den Titelträger von 2013 und 2014 in San Sebastian jubeln.

"Der FC Barcelona hat sehr gut gespielt, sie haben uns sehr ins Laufen gebracht und kamen zu vielen Torchancen, die wir so nicht zulassen wollten. Aber unsere Mannschaft hat auch wieder einmal gezeigt, was in ihr steckt", bilanzierte Lerch.

Sein Wolfsburger Team habe sich vor allem "durch einen großen Kampf ausgezeichnet": "Die Spielerinnen haben viel Leidenschaft und Willen gezeigt und sich so den Finaleinzug erarbeitet - mit dem nötigen Glück. Wir werden jetzt das Spiel umfangreich analysieren und dann freuen wir uns auf das Finale."

Rolfö schießt Wolfsburg gegen Barca weiter

Der Gegner am Sonntag kommt aus Frankreich: Bayern-Bezwinger und Titelverteidiger Olympique Lyon mit Spielmacherin Dzsenifer Marozsan trifft im zweiten Halbfinale am Mittwoch (20 Uhr) in Bilbao auf Paris St. Germain um Sara Däbritz.

Vier Tage nach dem 9:1-Kantersieg im Viertelfinale gegen Glasgow City veränderte VfL-Trainer Stephan Lerch seine Startelf auf einer Position. Anstelle von Lena Goeßling begann die Niederländerin Dominique Bloodworth in der Abwehrzentrale.

Barcelona macht Druck - Hand-Elfer nicht gegeben

Und defensiv hatte Wolfsburg schon in den Anfangsminuten mehr zu tun als im gesamten Viertelfinale. Barca verzeichnete auch die ersten Chancen durch den ständigen Unruheherd Asisat Oshoala (8.).

Bei der zweiten Gelegenheit für die nigerianische Stürmerin (13.) ließ Schiedsrichterin Katalin Kulcsar (Ungarn) ein Handspiel von Kathrin Hendrich im Strafraum durchgehen.

Erst nach 20 Minuten und tieferem Pressing bekamen die Wolfsburgerinnen besseren Zugriff, doch die Ex-Wölfin Caroline Hansen hatte erneut die Barca-Führung auf dem Fuß (41.). Ein Kopfball von Svenja Huth (42.) im Gegenzug war Wolfsburgs einzige Chance der ersten Hälfte.

Rolfö staubt nach Fallrückzieher ab

Nach dem Seitenwechsel ging der muntere Schlagabtausch weiter. Die auffällige Hansen initiierte immer wieder gute Barca-Angriffe über die rechte Seite, der VfL fokussierte sich auf frühes Anlaufen und schnelles Umschalten.

So entstand auch die Wolfsburger Führung. Nach einer feinen Flanke von Huth probierte erst Ewa Pajor einen Fallrückzieher, dann staubte die dahinter lauernde Rolfö ab.

Doch mit dem Rücken zur Wand antwortete Barcelona mit noch mehr Druck im Angriff, die hektische Schlussphase wurde für den VfL zur Zitterpartie.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)