FIS fürchtet Absage der Olympia-Tests in Peking

SID
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Köln (SID) - Der Internationale Ski-Verband FIS fürchtet für den kommenden Winter eine Absage der geplanten Weltcups im chinesischen Peking, die als Testlauf für Olympia 2022 dienen sollen. "Derzeit ist dort eine 14-tägige Quarantäne Pflicht - und dann käme keine Sau vorbei. Bei dieser Ausgangslage wird es schwierig sein, dass Weltcup-Events stattfinden", sagte FIS-Marketingchef Jürg Capol beim erstmals digital durchgeführten Forum Nordicum.

Für Februar 2021 sind auf den neuen Anlagen unter anderem Wettbewerbe im Skispringen, Skilanglauf und der Nordischen Kombination geplant.

Capol fürchtet zudem auch an anderen Standorten Absagen wegen der Corona-Pandemie. "Aus heutiger Perspektive würde ich sagen: Ja, ein Risiko besteht", sagte der Schweizer. Wichtig sei es, eine "gewisse Anzahl hinzubekommen", um am Ende einen Gesamtsieger zu haben: "Wenn wir 70 Prozent der Wettkämpfe hätten, wäre ich glücklich."

Wichtig werde es, zumindest die Highlights wie die Vierschanzentournee und die Nordische Ski-WM in Oberstdorf durchzuführen. "Wenn wir die mehr oder weniger durchbringen, haben wir viel geschafft. Wenn wir alle Highlights streichen müssten, verliert man viel. Dann ist eine Saison futsch", sagte Capol.

Im nordischen Skisport sind die Weltcups in Lillehammer (Norwegen), Sapporo und Zao (beide Japan) bereits gestrichen. Zumindest im Männer-Skispringen sind bis zum Jahreswechsel aber alle Weltcups gesichert, den Anfang macht am Wochenende das polnische Wisla. Zuschauer wird es bis zur Tournee aber keine geben.