Fix! VfB Stuttgart holt Bruno Labbadia zurück

Bruno Labbadia hat einen neuen Job in der Bundesliga. Der Trainer kehrt zum VfB Stuttgart zurück und bekommt einen langfristigen Vertrag. Der Interimstrainer verlässt den Verein komplett.

Bruno Labbadia ist neuer Coach des VfB Stuttgart. (Bild: Reuters)
Bruno Labbadia ist neuer Coach des VfB Stuttgart. (Bild: Reuters)

Jetzt ist es fix! Der VfB Stuttgart holt Bruno Labbadia zurück. Wie SPORT1 schon am Donnerstag berichtete, wird der frühere Hertha-Coach neuer Trainer bei den Schwaben. Das teilte der Klub am Montag mit. In Stuttgart erhält er einen Vertrag bis 2025.

VfB Stuttgart setzt große Hoffnung in Labbadia

Von Dezember 2010 bis August 2013 trainierte der heute 56-Jährige schon einmal den VfB und führte den Klub damals „erst zum Klassenerhalt und dann zu zwei Europapokal-Teilnahmen und ins DFB-Pokal-Finale“, wie Vorstandschef Alexander Wehrle stolz erklärte.

„Der VfB ist bekanntermaßen nicht irgendein Club für mich. In Stuttgart habe ich über fast drei Jahre eine sehr wichtige Phase meiner Trainerkarriere verbracht und möchte nun dazu beitragen, dass der VfB in der Bundesliga bleibt“, sagte der neue Trainer in einer Pressemitteilung.

„In den kommenden Wochen und Monaten kommt der Wind von vorn. Wir brauchen jetzt Erfahrung und Stabilität“, betonte der neue VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth.

Wehrle erklärte: „Bruno ist ein erfahrener Trainer, der die Bundesliga kennt und auf allen Stationen nachgewiesen hat, dass er Mannschaften stabilisieren und verbessern kann.“

Aus bei Hertha BSC im Januar 2021

Labbadia war im Januar 2021 bei Hertha BSC freigestellt worden. Jetzt soll er den VfB vor dem Abstieg retten.

„Wir werden sofort mit der Arbeit beginnen und alles für den Trainingsauftakt am 12. Dezember vorbereiten. Ich ziehe schon am Mittwoch nach Stuttgart“, sagte Labbadia.

Die Schwaben stehen nach 15 Spielen mit 14 Punkten auf dem Relegationsrang, einen Punkt vor dem VfL Bochum.

Im Oktober hatten sie sich nach einem historisch schlechten Saisonstart mit neun Spielen ohne Sieg von Pellegrino Matarazzo getrennt.

Co-Trainer Wimmer verlässt VfB

Co-Trainer Michael Wimmer übernahm auf Platz 17, er holte in sechs Spielen bis zur WM-Pause neun Punkte und kam im Pokal weiter.

Der Interimstrainer verlässt den VfB jetzt aber mit sofortiger Wirkung. Der Vertrag des 42-Jährigen wird aufgelöst.

„Für mich ist jetzt der Moment gekommen, den nächsten Schritt zu gehen und eine neue Herausforderung anzunehmen“, erklärte Wimmer diesen Schritt. Wehrle bedauerte seinen Verlust: „Wir sind ihm sehr dankbar und hätten ihn aufgrund seiner fachlichen und persönlichen Qualitäten gerne im Verein gehalten.“

Das VfB-Trainerteam wird nun mit Bernhard Trares und Benjamin Sachs als Co-Trainer sowie Athletiktrainer Günter Kern komplettiert.

Große Namen gehandelt

Generell geisterten einige Namen durch Stuttgart: Alfred Schreuder von Ajax Amsterdam und der Däne Jess Thorup galten als aussichtsreiche Kandidaten. Doch am Ende - so ist es ja oft - griffen sie auch beim VfB nach einem, den sie schon kennen.

Labbadia ist kaum die spektakulärste oder kreativste Wahl, wohl aber die verlässlichste, wenn es darum geht, Stuttgart aus dem Tabellenkeller zu führen. Auf seinen bisherigen Stationen hat er das bewiesen: So übernahm Labbadia sowohl den HSV als auch den VfL Wolfsburg oder Hertha BSC inmitten der Saison auf einem eher mäßigen Tabellenplatz - der Klassenerhalt gelang ihm in allen Fällen.

Am 21. Januar wird er sein Comeback an der Stuttgarter Seitenlinie geben: im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05.

Mislintat weg - VfB Stuttgart baut um

Mit der Verpflichtung von Labbadia schließt der VfB seinen Umbau zunächst ab.

Nachdem vergangene Woche die Trennung von Sportdirektor Sven Mislintat offiziell vermeldet worden war, präsentierte Stuttgart am Samstag dessen Nachfolger.

Fabian Wohlgemuth wechselt vom Zweitligisten SC Paderborn zum VfB.

Wohlgemuth unterschrieb wie Labbadia einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025.

VIDEO: VfB Stuttgart holt Fabian Wohlgemuth als Nachfolger von Sven Mislintat