Flick angefressen: "Leider ist beim DFB keiner auf die Idee gekommen"

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Kraftakt für den FC Bayern!

Der Bundesliga-Tabellenführer rettet gegen Eintracht Frankfurt ein 2:1 über die Zeit und steht zum dritten Mal in Folge im Finale des DFB-Pokals. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)


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Mit der Leistung gegen die Hessen waren aber weder Trainer Hansi Flick noch Thomas Müller vollends zufrieden, den Münchnern war eine gewisse Müdigkeit deutlich anzumerken. Grund genug für Flick die Spielansetzung des DFB kritisch zu hinterfragen.

SPORT1 fasst die Stimmen von ARD, Sky und aus der Mixed Zone zusammen:

Hansi Flick (Trainer FC Bayern): "Klar, die zweite Halbzeit war nicht ganz so gut. Da haben wir uns auch nicht so geschickt angestellt. Wir haben zu wenig den Ball laufen lassen, aber es ist ein Pokalspiel und der Gegner hat uns auch sehr gut unter Druck gesetzt und wir sind das eine oder andere Mal ins Schwimmen gekommen. Aber am Ende ist es trotzdem ein verdientes Weiterkommen meiner Mannschaft. Wenn wir in der ersten Halbzeit unsere Chancen reinmachen, läuft die zweite auch etwas anders. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein riesen Kompliment machen. Wir haben einen riesen Lauf, die Mannschaft spielt sehr sehr gut und da kann man die zweite Halbzeit auch einfach mal hinnehmen. Das ist der Schritt nach Berlin, den wir machen wollten."

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...über die Ansetzung: "Normalerweise diskutiere ich die Spielansetzung ja wenig, weil man eh nichts tun kann. Aber ich finde es einfach unglücklich, zwischen so zwei Spielen das Pokalspiel zu machen. Ich glaube, die Spieler haben nach der Pause wirklich viele Spiele, die sie machen müssen. Nicht nur wir, sondern alle. Da hätten man so ein Halbfinale, ähnlich wie es in der Champions League ist, vielleicht auch nach der Runde machen können, um sich erst einmal komplett auf die Bundesliga konzentrieren zu können. Das sind Dinge, die habe ich intern auch von Anfang an so gesagt. Aber leider ist beim DFB da keiner auf die Idee gekommen, das auch umzusetzen. Aber es ist so und das muss man letztendlich auch hinnehmen. Jetzt müssen wir uns zwei Tage gut erholen. Dann haben wir mit Gladbach den nächsten Brocken und wir müssen schauen, dass wir dort alle Kräfte mobilisieren."


Thomas Müller (FC Bayern): "Wir müssen in der ersten Halbzeit eigentlich deutlich höher führen. Aber wir waren durchaus auch pomadig, auch müde und geschlaucht von den letzten Wochen. Das hat sich leider in der zweiten Halbzeit durchgezogen, beziehungsweise verschlimmert. Wir waren unsauber, wie wir es eigentlich von uns nicht gewohnt sind. Unser Pressing konnte heute eigentlich über weite Strecken nicht so genannt werden. Unsere Jungs hinten drin haben einen ganz guten Job gemacht, muss ich sagen, die haben viel weggearbeitet. Aber spielerisch sind wir alles andere als zufrieden. Wir haben dann nach dem 1:1 schon nochmal das Extra-Gas rausgeholt, aber summa summarum war es mit eines der pomadigsten Halbfinals, die ich so in Erinnerung hab. Am Ende ist es egal, wie wir ins Finale gekommen sind, aber sicherlich müssen wir uns jetzt nochmal gut erholen für Samstag."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Wir mussten viel hinterherlaufen zu Beginn. In der zweiten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht und verdient den Ausgleich erzielt. Wir haben durch ein Video-Schiedsrichter-Tor das Spiel verloren. Wir sind enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind. Wir können aber auch stolz sein, weil uns das viele nicht zugetraut hätten."


Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): "Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und hatten Bayern am Rand einer Niederlage. Die erste Hälfte war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Nach der Pause waren wir stark, so stellen wir uns das vor. Bitter, dass wir mit zwei Chancen der Bayern ein Gegentor bekommen. Wir haben mutiger nach vorne verteidigt, dann kann man auch Bayern zu Fehler zwingen. Am Samstag bei Hertha BSC wird es ein ganz anderes Spiel. Wir müssen auftreten wie in der zweiten Halbzeit."

Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): "Das 2:1 war der Nackenschlag. Bayern hat sich dann defensiv wieder gefangen. Aber wir haben einen guten Fight geliefert und uns in der zweiten Halbzeit gesteigert. Nach der Pause haben die Bayern nachgelassen, wir waren besser im Spiel und haben uns mehr zugetraut. Das war gut für unser Spiel. Wir haben noch vier wichtige Spiele in der Liga. Nach dem 0:2 gegen Mainz war es wichtig, eine Reaktion zu zeigen. Die Leistung aus der zweiten Halbzeit müssen wir weiter abrufen."

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