Flick reagiert auf Schmadtke-Kritik aus dem Doppelpass

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Flick reagiert auf Schmadtke-Kritik aus dem Doppelpass
Flick reagiert auf Schmadtke-Kritik aus dem Doppelpass

Hansi Flick hat Mats Hummels trotz der Nicht-Nominierung für die anstehenden Partien der Nationalmannschaft noch lange nicht abgeschrieben.

Der Bundestrainer freue sich über die gezeigten Leistungen von Niklas Süle und Antonio Rüdiger, der BVB-Star sei dadurch aber „auf keinen Fall“ weniger wichtig.

„Mats konnte nach der EM wegen seiner Verletzung nicht optimal trainieren. Bei ihm müssen wir einfach noch abwarten“, sagte Flick, der mit Deutschland zurück in die Weltspitze will, im kicker: „Aber grundsätzlich hat er eine herausragende Qualität.“

Er habe lange mit Hummels gesprochen „und ihm gesagt, dass wir immer offen und ehrlich miteinander umgehen werden. Diese Garantie haben die Spieler bei mir. Ich will authentisch sein und andere so behandeln, wie ich selbst gerne behandelt werden möchte.“

Flick: Musiala auf der Sechs

Generell sei Flick von seinen Spielern „und ihren Möglichkeiten absolut überzeugt. Wir sind auf allen Positionen mehrfach gut besetzt und wir können manche Spieler variabel aufstellen“.

Als Beispiele für flexible Profis in der Offensive nannte er Kai Havertz, Thomas Müller und Marco Reus.

Außerdem könne Jamal Musiala „auch als Sechser spielen“, und bei Leroy Sané habe es „jetzt klick gemacht“. Entsprechend unwahrscheinlich ist ein Comeback des einstigen WM-Helden Mario Götze. „Auf seiner Position ist die Qualität bei uns einfach sehr hoch, ich habe hier fast ein Überangebot“, sagte Flick.

Flick lobt Sané - und Klinsmann

Flick schwärmte zudem von Sané (Ergebnisse und Spielplan der WM-Qualifikation).

„Leroy ist ein ganz feiner Kerl, ein großartiger Fußballer, wir freuen uns sehr über seine aktuelle Entwicklung“, ergänzte er: „Uns war klar, dass er Zeit, aber auch Vertrauen braucht. Ich glaube, dass es jetzt bei ihm klick gemacht hat. Diese Entwicklung war wichtig, und sie kam zum richtigen Zeitpunkt.“

Mit Blick auf Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der einst für seine Einführung der Gummibänder und andere Versuche belächelt wurde, meinte Flick: „Die Gummibänder haben heute alle Mannschaften im Einsatz, nicht nur in Deutschland. Jürgen hat da schon etwas bewirkt. Auch in der Bereitschaft der Akteure des Fußballs, neue Dinge auszuprobieren und anzunehmen.“

Flick reagiert auf Kritik

Flick reagierte auch auf die Kritik von Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke, der dem Bundestrainer im Stahlwerk Doppelpass auf SPORT1 übel genommen hatte, Ridle Baku in der vergangenen Länderspielpause vorzeitig heimgeschickt zu haben.

„Ich hatte wegen Ridle Baku mit seinem Trainer Mark van Bommel und auch mit Sportdirektor Marcel Schäfer gesprochen. Beide fanden es gut, dass wir die Situation offen angesprochen haben“, sagte Flick: „Auch sie fanden es sinnvoll und richtig, ihn nicht mitzunehmen, damit er keine unnötige Reise mitmachen musste, sondern stattdessen zu Hause im Verein trainieren konnte. Es wurde alles sauber kommuniziert.“

Schmadtke hatte erklärt: „Ich finde, dass es eine unglückliche Situation war. Das kann bei einem jungen Spieler auch Brüche erzeugen.“

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