Das fordert Zorc vom BVB

Sportinformationsdienst
Sport1

Sportdirektor Michael Zorc hat die Titelambitionen von Vizemeister Borussia Dortmund untermauert.

"Wir waren in der vergangenen Saison 21 Spieltage lang Tabellenführer. Dass wir am Ende abgefangen worden sind, haben wir uns in erster Linie selbst zuzuschreiben. Solch eine Saison ist Verpflichtung und Motivation zugleich", sagte Zorc im Trainingslager im Schweizer Bad Ragaz im SID-Interview und forderte: "Wir müssen zumindest versuchen, unseren Rahmen und unser Limit noch weiter nach oben zu verschieben. Deshalb haben wir gesagt, dass wir wieder um den Titel mitspielen wollen."


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Dieser Wunsch sei "insbesondere auch aus der Mannschaft heraus" gekommen, betonte der 56-Jährige und verriet, dass es nicht schwierig gewesen sei, den eher zurückhaltenden Trainer Lucien Favre auf diese Linie einzuschwören: "Ich halte nichts davon, wenn ein Ziel von der Vereinsführung vorgegeben wird und die anderen folgen müssen. Alles ist im Gleichklang. Wir werden ja nicht beschimpft, wenn wir kein Meister werden. Den Versuch zu unternehmen und dies klar zu formulieren, finde ich aufgrund der vergangenen, sehr guten Saison und unserer Kadersituation allerdings legitim."

Die Meisterschaft würde in "erster Linie über Bayern München gehen." Zorc ist aber auch "sehr gespannt auf das Projekt Leipzig mit Julian Nagelsmann". Auch Leverkusen habe "eine sehr gute Rückrunde gespielt und einen guten Kader".

Zorc: "Topklubs in England und Spanien einen Schritt voraus"

Im Vergleich mit den europäischen Spitzenteams erwartet Zorc unterdessen, dass die Bundesligisten auch künftig einen schweren Stand haben werden.

"Grundsätzlich sind uns die Topklubs in England und Spanien einen Schritt voraus. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre in Champions League und Europa League lügen ja nicht", sagte Zorc.

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Seit dem Champions-League-Finale 2013 zwischen Bayern München und Dortmund in London (2:1) hat kein Bundesligist mehr das Finale in der Königsklasse erreicht.

"Auf der anderen Seite hat man bei einer Mannschaft wie Ajax Amsterdam gesehen, dass sie auch ohne extreme wirtschaftliche Mittel ins Halbfinale eingezogen ist. Auch Tottenham als Finalteilnehmer ist ja finanziell nicht vollkommen entrückt. Es ist möglich, aber dafür braucht man ein bisschen Losglück und die nötige Tagesform", so Zorc weiter.


Handspielregel: Zorc rechnet mit Diskussionen 

Wenige Wochen vor dem Start der neuen Bundesligasaison glaubt Zorc, dass auch in der kommenden Spielzeit Diskussionen über die Handspielregel in der Bundesliga aufkommen werden.

"Es ist weiterhin schwierig zu differenzieren, was ein Handspiel ist und was nicht. Es gibt häufig eine unterschiedliche Auslegung und Interpretation der Regel. Ich glaube nicht, dass uns diese Diskussionen künftig komplett vorenthalten bleiben", urteilt der BVB-Sportdirektor.

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In der vergangenen Saison war das Handspiel trotz des Videobeweises das größte Aufregerthema in der Bundesliga gewesen. Durch einige Regeländerungen des International Football Association Board (IFAB) hofft man darauf, dass die Entscheidungen für die Schiedsrichter künftig klarer werden.

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