Formel-1-Chef Chase Carey rechnet 2021 mit 23 Rennen und Zuschauern

Stefan Ehlen
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"Ja, es ist der bisher größte Kalender. Aber: Wir hatten für 2020 eigentlich 22 Rennen geplant. Nächstes Jahr kommt also eigentlich nur ein Rennen dazu", sagt Formel-1-Chef Chase Carey bei 'Sky' über den Formel-1-Kalender 2021. Und er sagt auch: Er glaube fest daran, dass alle 23 Grands Prix stattfinden werden.

O-Ton: "Wir haben ein gutes Gefühl bei diesem Kalender. Alle Promoter wollen ihre Veranstaltung durchführen, und mit Fans [vor Ort]." Es scheine sich also eine "Rückkehr zur Normalität" anzudeuten, so meint Carey.

Die Coronakrise sei zwar noch nicht ganz überwunden, aber die Welt komme an einen "Punk, an dem wir überlegen müssen, wie es weitergehen kann", erklärt der Formel-1-Chef.

Was passiert mit dem abgesagten Vietnam-Rennen?

"Ja, es gibt noch ein paar Unsicherheiten und wir können alle nicht in die Zukunft schauen. Es gibt aber in vielerlei Hinsicht eine Entschlossenheit, der Welt zu beweisen, dass es wieder vorangeht."

Deshalb habe die Formel 1 bereits einen Kalenderentwuf präsentiert, um einerseits den Streckenbetreibern den Ticketvorverauf zu ermöglichen, andererseits aber zu signalisieren: Man schaut nach vorne.

Offen ist aber noch, welche Strecke das vierte Saisonrennen 2021 ausrichten soll. Dafür war bisher der Vietnam-Grand-Prix vorgesehen, doch inzwischen hat man den neuen Kurs in Hanoi aus dem Kalender genommen. Carey sagt dazu: "Dieser eine Platz muss noch besetzt werden. Das wollen wir kurzfristig machen."

Kritik an Saudi-Arabien? Carey winkt ab

Fest steht indes bereits das Formel-1-Debüt 2021 in Saudi-Arabien bei einem Stadtrennen in Dschidda, was bereits viel Kritik erfahren hat. Doch Carey winkt ab: "Wir freuen uns wirklich sehr auf das Rennen in Saudi-Arabien, das wird sicher ein Spektakel."

"Für uns als Sport ist es wichtig, Austragungsorte zu haben, die die Welt inspirieren. Und es ist für uns die Gelegenheit, etwas Neues an diesen Ort zu bringen", sagt Carey.

"Sport kann eine wichtige Rolle spielen, brücken zu anderen Welten oder Kulturen zu schlagen. Der Sport kann Gutes tun und Fortschritt anstoßen. Das können wir in Saudi-Arabien tun."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.