Vor Formel-1-Comeback: FIA verschärft Antriebsregeln erneut

Stefan Ehlen
motorsport.com

Für 2020 hatte der Automobil-Weltverband (FIA) die Antriebsregeln in der Formel 1 bereits verschärft. Gut einen Monat vor dem Saisonstart in Spielberg folgte nun ein weiteres Update: Der Weltverband behält sich weitere Maßnahmen vor, um sicherzustellen, dass die neue Vorgabe von 0,3 Litern Öl pro 100 Kilometer nicht überschritten wird.

Konkret erwägt die FIA, intensivere Kontrollen über die vorhandene Ölmenge im Fahrzeug durchzuführen. Außerdem könnte das Ölsystem im Auto künftig noch vor dem Beginn eines Grand-Prix-Wochenendes versiegelt werden. Damit würde der Weltverband mögliche Grauzonen im Reglement zumindest verkleinern.

Neu ist in jedem Fall ein verbesserter Sensor, der den Einsatz der elektrischen Energie im Auto überwacht. Er soll zu Saisonbeginn allerdings ausdrücklich nur bei den Spitzenautos verbaut werden und dort überprüfen, ob die Leistung aus dem Energierückgewinngssystem auch regelkonform ins Antriebssystem eingespeist und verwendet wird.

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Warum? Weil die FIA den Verdacht hat, die Teams könnten Schlupflöcher gefunden haben, um zumindest kurzfristig die zulässigen Maximalwerte zu überschreiten, für ein Plus an Leistung. Das Sensor-Update soll genau das verhindern.

Unklar ist, ob ein bestimmter Rennstall der Auslöser für die neuerlichen Maßnahmen war und ob die Ideen aus der neuen Kooperation mit Ferrari entstanden sind. Gegenstand der berühmten "Einigung" zwischen FIA und Ferrari nach der Antriebsuntersuchung 2019, die im Frühjahr 2020 publik gemacht wurde, ist schließlich eine technische Zusammenarbeit zur besseren Überwachung der Formel-1-Antriebe ab 2020.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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