Formel-1-Kalender 2020: Teams müssen nicht mehr zustimmen

Heiko Stritzke
motorsport.com

Chase Carey sagt, dass die Formel 1 "voll und ganz bemüht ist, die Saison 2020 so bald wie möglich zu starten". Außerdem bestätigt er, dass die Teams kein formelles Einverständnis geben müssen, wenn der Kalender abgeändert wird, um verschobene Rennen unterzubringen.

Der Kalender gehörte zu den hauptsächlichen Themen in einer Telefonkonferenz zwischen Carey, Ross Brawn und den zehn Formel-1-Teamchefs. In dieser wurden die Konsequenzen der Coronavirus-Pandemie diskutiert.

Carey sagt, dass die nicht mehr notwendige Zustimmung durch die Teams der Formel 1 und FIA mehr Flexibilität geben wird, wenn es darum geht, den Kalender abzuändern.

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Ein weiterer wichtiger Beschluss ist, dass die Einführung der ursprünglich für 2021 geplanten technischen Regularien auf 2022 verschoben worden sind. Dieser Beschluss geht nun durch den üblichen bürokratischen Prozess (Formel-1-Kommission, Motorsport-Weltrat).

Möglichst viele Rennen nachholen

In einem Statement erklärt Carey, was heute beschlossen wurde: "In diesen außergewöhnlichen Zeiten nach mehreren Rennverschiebungen und dem einstimmigen Beschluss des FIA-Motorsport-Weltrats [WMSC], haben wir und die FIA mit den Teams die Notwendigkeit von mehr Flexibilität diskutiert, um einen neuen Kalender zu präsentieren, sobald sich die COVID-19-Situation bessert."

"In diesem Meeting gab es volle Unterstützung für die Pläne, so viele verschobene Rennen wie möglich nachzuholen, sobald das sicher ist."

"Formel 1 und FIA werden jetzt daran arbeiten, einen revidierten Kalender 2020 auszuarbeiten. Dabei werden wir die Teams berücksichtigen. Doch wie es im Meeting beschlossen wurde, wird der überarbeitete Kalender nicht ihre formelle Zustimmung erfordern."

"Das wird uns die nötige Flexibilität geben, um mit den Veranstaltern neue Pläne auszuarbeiten und die Saison im richtigen Moment zu starten."

Neue Autos erst 2022, Budgetobergrenze schon 2021

Was die Verschiebung der 2021er-Regularien angeht, sagt er: "Aufgrund der volatilen finanziellen Situation, die hierdurch [durch das Coronavirus] entstanden ist, wurde beschlossen, dass die Teams ihr 2020er-Chassis [auch] für die Saison 2021 nutzen. Eine mögliche Einfrierung weiterer Komponenten wird zu gegebener Zeit diskutiert werden."

"Die Implementierung der finanziellen Regularien [der Budgetobergrenze] wird wie geplant 2021 erfolgen. Wir sind alle sehr dankbar für die konstruktive Zusammenarbeit und alle Parteien stehen in unserem Plan zusammen, mit der Rennsaison 2020 zu beginnen, sobald sich die globale Situation beruhigt. Die Formel 1 ist weiterhin voll und ganz bemüht, die Saison 2020 so bald wie möglich zu starten."

Mit Bildmaterial von LAT.

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