Formel 1: Mercedes-Stratege erklärt Australien-Fehler

Weil sich Mercedes bei der Boxenstrategie von Lewis Hamilton verpokerte, konnte Sebastian Vettel zum Sieg beim Australien-GP der Formel 1 fahren. Warum das Weltmeisterteam den Briten frühzeitig zum Reifenwechsel einholte und wie knapp die Entscheidung am Ende ausfiel, verriet nun der Chefstratege.

Weil sich Mercedes bei der Boxenstrategie von Lewis Hamilton verpokerte, konnte Sebastian Vettel zum Sieg beim Australien-GP der Formel 1 fahren. Warum das Weltmeisterteam den Briten frühzeitig zum Reifenwechsel einholte und wie knapp die Entscheidung am Ende ausfiel, verriet nun der Chefstratege.

"Wir wussten: Wenn wir stoppen, dann kommt Lewis hinter Kimi Räikkönen und Max Verstappen auf die Strecke zurück, aber wenn bei uns die Reifen abbauen, dann wird das auch bei ihnen der Fall sein", zitiert motorsport-total.com James Vowles.

Man ging beim Titelverteidiger davon aus, dass Verstappen im Kampf mit Räikkönen einen Undercut versuchen würde. Somit wäre der Weg nach vorne frei gewesen. Diese Lücke hätte "Lewis nutzen können, um sein Tempo zu fahren".

Doch der deutlich langsamere Red-Bull-Pilot tat Mercedes den Gefallen nicht und blieb weitere sechs Runden draußen, in denen Sebastian Vettel seinen Vorsprung vergrößern konnte.

Früher Boxenstopp als Reaktion auf Ferrari

"Am Ende haben uns 0,6 Sekunden gefehlt, die zwischen uns und Vettel lagen, als er aus der Box kam", verweist Vowles auf die knappe Entscheidung: "Wäre Verstappen also eine Runde früher hereingekommen, dann hätten wir das Rennen gewonnen."

Fraglich bleibt, warum Hamilton überhaupt schon in Runde 17 an die Box zum Reifenwechsel kam. Auch dafür hat Volwes eine Erklärung: Man wusste, dass Ferrari schneller und reifenschonender unterwegs war. Man sah sich also gezwungen, darauf zu reagieren.

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