Formel-1-Rookie Norris verrät: Bahrain war das Highlight

Juliane Ziegengeist

Den Titel "Rookie des Jahres" musste Lando Norris zwar Alexander Albon überlassen. Dennoch schlug sich der Youngster im McLaren mit elf Top-10-Plätzen in 21 Formel-1-Rennen mehr als beachtlich. "Die guten Dinge, die ich in diesem Jahr getan habe, waren viel besser, als ich wahrscheinlich dachte. Darüber bin ich super glücklich", sagt er selbst.

Zugleich gibt Norris zu: "Natürlich gibt es noch andere Dinge, die ich gerne besser gemacht hätte. Ich bin einfach nur hart zu mir selbst, weil ich es besser machen will. Ich will mehr Leute schlagen, ich will mehr Punkte für das Team holen, ich will einfach ein besserer Fahrer sein. Das ist der Grund, warum ich immer so streng zu mir selbst bin."

Am Ende reichte es in der WM für 49 Zähler und den elften Gesamtrang. Auf Platz zehn fehlten dem McLaren-Rookie nur drei Pünktchen. Bei aller Selbstkritik habe er die Saison aber auch genießen können: "Vielleicht nicht alles, aber 99 Prozent. Und ich habe definitiv eine bessere Arbeit geleistet, als ich es bei meinem Aufstieg in die Formel 1 dachte."

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Bahrain als Wendepunkt für Norris und das Team

Nach einem besonderen Highlight gefragt, tut sich Norris zunächst schwer, nennt dann aber doch einen Grand Prix. "Ich würde sagen Bahrain, was wirklich ärgerlich ist. Es war mein zweites Rennen in der Formel 1 und mein bestes Ergebnis im ganzen Jahr, zusammen mit Österreich." In beiden Rennen erzielte der 20-Jährige einen sechsten Platz.

"Ich habe das Gefühl, dass ich ein viel besserer Fahrer geworden bin, und ich weiß mehr Dinge und alles, aber ich hatte noch nie ein besseres Ergebnis als an diesem Tag. Das war mein Highlight, vor allem weil ich immer noch sehr neu in der Sache war und dieses Ergebnis erzielte, mit dem ich super glücklich war - so wie das ganze Team."

Mit P6 im zweiten Rennen konnte Norris reichlich Selbstbewusstsein tanken

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Mit P6 im zweiten Rennen konnte Norris reichlich Selbstbewusstsein tanken LAT

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Norris bezeichnet diesen Moment sogar als "großen Wendepunkt", in dem er viel Selbstvertrauen gewann. "Das ist wahrscheinlich etwas, an das ich mich in dieser Saison mehr als an viele andere Dinge erinnern werde, auch weil das Team so glücklich und motiviert war." Denn der junge Brite weiß, dass hinter McLaren harte Zeiten liegen.

Zielstellung für 2020: Sich vom Mittelfeld loseisen

"Aber ich bin sicher, dass man von außen sehen kann, dass wir in diesem Jahr ein viel glücklicherer Haufen sind, viel motivierter, entschlossener, und ich habe das auch als Fahrer gerne gesehen", schwärmt er über den Teamspirit. Dieser soll in der kommenden Saison genauso gut bleiben und mit noch besseren Ergebnissen belohnt werden.

Norris erklärt: "Wir wollen einen Schritt nach vorne machen und in der Lage sein, häufiger von Fehlern der Spitzenteams zu profitieren. Vor allem wollen wir versuchen, uns noch ein wenig mehr vom Mittelfeld zu entfernen. Die Jungs arbeiten hart, Updates schon für das erste, zweite Rennen zu bringen. Natürlich kommt es auch auf mich und Carlos an."

Mit Bildmaterial von LAT.

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