Wildes Fahrerkarussell: Diese Cockpits sind noch offen

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Wildes Fahrerkarussell: Diese Cockpits sind noch offen
Wildes Fahrerkarussell: Diese Cockpits sind noch offen

Formel 1 in Zandvoort: Hier interessieren die Steilkurven, das Duell Verstappen vs. Hamilton und die neuesten Entwicklungen auf dem Transfermarkt. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Sport1 hatte erst in dieser Woche exklusiv berichtet, dass die wichtigsten Puzzlesteine gefallen sind.

Mick Schumacher bleibt bei Haas, Valtteri Bottas geht zu Alfa Romeo, George Russell wird Lewis Hamiltons Beifahrer bei Mercedes. (BERICHT: F1-Juwel Russell geht zu Mercedes)

Doch was sagen die Stars dazu? Ein Überblick.

Mick Schumacher bleibt bei Haas

Mick Schumacher (22) wird auch seine zweite Formel-1-Saison bei Haas-Ferrari absolvieren. Eine offizielle Bestätigung steht zwar noch aus, aber der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher dementierte auch nicht wirklich.

Schumi junior: „Gespräche sind da und ich kann sagen, dass ich mit Haas sehr zufrieden bin im Moment. Mal sehen, wie sich das in Zukunft entwickelt.“ Die Zukunft sieht rosig aus. Haas arbeitet 2022 noch enger mit Ferrari zusammen. Mick bekommt also schon mal einen Vorgeschmack auf seine rote Zukunft. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Auch von Haas-Teamchef Günther Steiner gibt es keine negativen Signale. Er könnte die Fahrerpaarung für 2022 zwar noch nicht „zu 100 Prozent bestätigen“, aber Insider gehen davon aus, dass zumindest der Deal mit Mick Schumacher beim Ferrari-Heimspiel in Monza öffentlich festgezurrt werden soll.

George Russell wechselt zu Mercedes

Es ist seit Wochen das am schlechtesten gehütete Geheimnis der Formel 1. Dass der junge Brite zu Mercedes an die Seite von Lewis Hamilton wechselt, daran besteht kein Zweifel mehr.

Selbst Russell gibt mittlerweile offen zu: Er weiß, wo er 2022 fährt. „Es gibt nur noch nichts zu verkünden.“

Spannende Details verrät der Engländer dennoch, zum Beispiel, dass ihm vor Spa verbal mitgeteilt wurde, wie seine nahe Zukunft aussieht. Aus der Körpersprache von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff konnte man indes schon länger herauslesen, wem er 2022 seinen zweiten Schwarzpfeil anvertraut.

Bottas dockt bei Alfa Romeo an

Valtteri Bottas verliert nach fünf Jahren zwar seinen Mercedes, der Formel 1 bleibt er dennoch erhalten. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Alfa Romeo soll sich seine Dienste sichern. „Die Dinge gehen in die richtige Richtung“, sagt er und verrät, dass er sich erstmals in seiner Karriere einen Mehrjahresvertrag wünsche. „Vielleicht weiß ich schon, wo es hingeht, vielleicht nicht. Ich bin glücklich mit dem eingeschlagenen Weg und wo der mich hinführt.“

Eine Verkündung soll allerdings nicht an diesem Wochenende erfolgen. Logisch: Wie Ferrari gibt auch Alfa Romeo wichtige Fahrerverpflichtungen gern in Italien, also nächste Woche in Monza bekannt.

Räikkönen hört auf

Bei Alfa Romeo ersetzt ein Finne also einen Finnen. Denn Kimi Räikkönen bestätigte am Mittwochabend: Er hört nach 20 Jahren in der Königsklasse Ende 2022 auf.

In der Pressekonferenz wurde er am Donnerstag richtig redselig, scherzte: „Mein erster Plan bestand darin, mit 30 in Rente zu gehen. Hat nicht besonders gut geklappt! Aber eines steht fest – ohne meine Formel-1-Pause nach 2009 würde ich heute nicht hier sitzen. 2010 und 2011 waren zwei Jahre, in welchen ich durchatmen und neue Energie tanken konnte. Das war für meine zweite Phase in der Formel 1 ganz wichtig.“

Zweites Alfa-Cockpit ist noch offen

Wer neben Bottas bei Alfa fährt, ist indes weiter offen. Antonio Giovinazzi wird es wohl nicht sein. Die enge Bindung zwischen Ferrari und Alfa Romeo gehört der Vergangenheit an. „Es ist nicht meine Entscheidung“, gibt der Italiener angesprochen auf seine Zukunft zu.

Zwei Fahrer kommen für Alfa infrage. Mercedes-Teamchef Toto Wolff versucht Formel-E-Champion Nyck de Vries bei seinem Freund Frederic Vasseur (Alfa-Teamchef) unterzubringen, womöglich sogar in Kombination mit Mercedes-Motoren.

Das geht aber nur mit Hilfe der anderen Teams: Nur wenn die zustimmen, wird die Regel außer Kraft gesetzt, die besagt: Ein Motorhersteller darf maximal vier Teams ausrüsten. Und die hat Mercedes mit dem eigenen Team, McLaren, Aston Martin und Williams schon.

Vasseur selbst hat indes ein Auge auf Theo Pourchaire (18) geworden (SPORT1 berichtete). Der junge Franzose fährt in der Formel 2 für Vasseurs ART-Team und gilt als Mega-Talent.

Und wer bekommt Russells Williams?

Das ist die Frage aller Fragen. Gleich mehrere Piloten bewerben sich auf das freie Williams-Cockpit. Auch hier spielt Nyck de Vries eine Rolle, aber auch der Deutsche Nico Hülkenberg schielt auf den Sitz. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Einen Strich durch die Rechnung könnte ihm Red Bull-Pilot Alex Albon machen. Der DTM-Fahrer soll auf der Wunschliste von Teamchef Jost Capito ganz oben stehen. An diesem Wochenende soll es Gespräche mit Red Bull-Berater Helmut Marko geben, ob man Albon ausleiht, ganz freigibt – oder eben auch nicht.


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