Formel-1-Wetter Hockenheim: Kommt der Regen?

Stefan Ehlen
Auf dem Hockenheimring präsentiert sich das Mercedes-Team im Retro-Look: Die Boliden sind vor allem an der Front in weißer Farbe gehalten
Auf dem Hockenheimring präsentiert sich das Mercedes-Team im Retro-Look: Die Boliden sind vor allem an der Front in weißer Farbe gehalten

Ein Blick an den Himmel sagt schon alles. Oder: fast alles. Denn die Wetterdienste sind sich bei ihren Prognosen uneins darüber, ob der Rennsonntag am Hockenheimring im Zeichen des Regens stehen wird oder nicht.

Der Wetterausblick hatte sich im Wochenendverlauf fortwährend verändert. Die für Samstagfrüh angekündigten Schauer sind ausgeblieben, dafür kam der Regen am späten Nachmittag. Auch Sonntagfrüh hätte es regnen sollen, mehr als einige Tropfen gab es aber nicht.

Und beim Rennen? Schon ab 13 Uhr, gut zwei Stunden vor dem Start, sollen erste Schauer den Hockenheimring erreichen. Für den weiteren Nachmittag bleibt es dabei, dass Regen möglich ist.

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Die Wahrscheinlichkeit auf nasse Bedingungen wird zur Rennzeit zwischen 15 und 17 Uhr mit 50 bis 90 Prozent angegeben. Das klingt danach, als könnten die Teams schon mal vorsorglich ihre Intermediate-Reifen bereitlegen. Vermutlich wird es beim Deutschland-Rennen mindestens einmal regnen, vielleicht sogar dauerhaft.

Die Temperaturen sind im Vergleich zur Hitze am Donnerstag und Freitag mit knapp 40 Grad Celsius deutlich zurückgegangen und muten bei 22 bis 24 Grad Celsius in der Spitze vergleichsweise kühl an. Hinzu kommt der auffrischende Wind, der am Nachmittag aus Westnordwest weht und bis 17 km/h erreichen kann. Seitenwind wird also wieder ein Thema für die Piloten.

Dieses wechselhafte Wetter stellt indes Fahrer und Teams vor eine schwierige Aufgabe bei der Abstimmung der Fahrzeuge, zumal in der Formel-1-Saison 2019 noch einige Erfahrungswerte im Nassen fehlen. Red-Bull-Pilot Pierre Gasly aber fände etwas Regen gar nicht verkehrt: "Ich liebe dieses Wetter. Ich bin nämlich in der Normandie aufgewachsen. Dort regnet es an 300 Tagen im Jahr."

Das erste Regenrennen in diesem Jahr?

Auch Haas-Teamchef Günther Steiner kann sich mit Schlechtwetter anfreunden, wie er sagt. "Wir hatten jetzt lange kein Regenrennen mehr. Das könnte also interessant werden. Solange es keinen Monsunregen gibt, wie vergangenes Jahr direkt nach dem Rennen", meint er.

Tatsächlich wird ausgerechnet der Hockenheim-Grand-Prix 2018 als das bislang letzte Rennen mit Regeneinwirkung in den Formel-1-Statistiken angegeben. Damals hatte es während dem Grand Prix leicht geregnet, Ferrari-Pilot Sebastian Vettel war in Führung liegend auf feuchter Strecke abgeflogen und ausgeschieden.

Neu ist in diesem Jahr übrigens, dass der verstellbare Heckflügel (DRS) nur noch zwei Mal pro Runde aktiviert werden kann. Vergangenes Jahr hatte es noch drei DRS-Zonen gegeben, doch das Segment auf der Zielgeraden gibt es in diesem Jahr nicht mehr.

Zone eins beginnt 60 Meter nach Kurve 1 ("Nordkurve"), Zone zwei 140 Meter nach der Einfahrt zur Parabolica. Diese Daten werden vor allem die Ferrari-Piloten genau studieren, weil sie nach der Qualifying-Panne zum Aufholen gezwungen sind.

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