Formel 2 und Formel 3 ab 2021 mit getrennten Kalendern

Markus Lüttgens
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Die Organisatoren der Formel 2 und Formel 3 haben ein Maßnahmenpaket zur Kostenreduzierung für die Nachwuchsserien beschlossen. Die einschneidendste Maßnahme: Die Anzahl der Rennwochenende pro Saison wird reduziert, und Formel 2 und Formel 3 werden künftig nicht mehr zusammen im Rahmenprogramm der Formel 1 fahren.

Konkret sind für 2021 acht Rennwochenenden für die Formel 2 und sieben für die Formel 3 geplant, die sich nicht überschneiden sollen. So ist es den Teams, mit Ausnahme des Schweizer Rennstalls Jenzer sind alle anderen Teams in beiden Serien aktiv, möglich, die Anzahl der Mitarbeiter zu reduzieren, da sie nun in beiden Meisterschaften eingesetzt werden können.

Im Gegenzug sollen pro Wochenende aber künftig drei Rennen ausgetragen werden, sodass die Formel 2 wie in diesem Jahr auf 24 und die Formel 3 auf 21 Rennen kommt. Einzelheiten zu den Rennkalendern und dem Format der Rennen wurden noch nicht bekanntgegeben.

Aktuelle Autos werden weiter verwendet

Darüber hinaus wurde entschieden, dass in der Formel 2 bis einschließlich 2023 mit dem aktuellen Auto gefahren werden soll, welches in der Saison 2018 eingeführt wurde. In der Formel 3 bleibt das Einsatzfahrzeug ebenfalls unverändert und soll über 2021 hinaus verwendet werden.

Entlastet werden sollen die Teams auch bei den Kosten für das Motoren-Leasing sowie für die Ersatzteile, auch Logistik und Frachttransport sollen günstiger werden.

"Einer unserer Kernwerte seit der Einführung der GP2-Serie im Jahr 2005 ist die Kostenkontrolle. Heute muss sie mehr denn je im Mittelpunkt unserer Strategie stehen", sagt Bruno Michel, Geschäftsführer der Formel 2 und Formel 3.

Maßnahmen wichtig für die Stabilität der Meisterschaften

"Die Maßnahmen, die wir hier ankündigen, sind von entscheidender Bedeutung, da sie sich auf die Funktionsweise beider Meisterschaften auswirken, aber auch auf den Kalender und den Zeitplan für die Rennwochenenden und damit auf das sportliche Reglement."

"Darüber hinaus werden die Teams, die derzeit an beiden Meisterschaften teilnehmen, die Möglichkeit haben, einen Teil ihres Personals zwischen den beiden Kategorien zu wechseln, um zusätzliche Kosten zu sparen", so Michel weiter.

"Wir sind der festen Überzeugung, dass dies so schnell wie möglich geschehen und umgesetzt werden muss, um die Stabilität beider Meisterschaften in den kommenden Jahren zu gewährleisten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.