Vereitelter Raketen-Angriff überschattet Formel-E-Rennen

SPORT1
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Vereitelter Raketen-Angriff überschattet Formel-E-Rennen
Vereitelter Raketen-Angriff überschattet Formel-E-Rennen

Die saudi-arabischen Hauptstadt Riad, vor deren Toren am Samstagabend das zweite Saisonrennen der Formel E stattfand, ist offenbar einem Raketenangriff entgangen.

Wie e-formel.de und die Bild unter Berufung auf die Nachrichtenagenturen Reuters und AP berichten, fing die Arabische Koalition am Samstagabend mehrere ballistische Geschosse ab.

Das Staatsfernsehen bestätigte laut Reuters einen vereitelten Angriff auf Riad. Die Hauptstadt ist etwa 20 Kilometer von Diriyah entfernt, dem Austragungsort der beiden Eröffnungsrennen der Formel E 2021.

Die Elektroserie war aber wohl kein Ziel des angeblichen Angriffs, das Fahrerlager hat nur wenig mitbekommen.

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"Ich habe nicht direkt gesehen, was passiert ist. Aber es gab einige die gesehen haben, wie die Raketen in naher Umgebung der Rennstrecke abgefangen wurden", sagte René Rast der Bild: "Ich fühlte mich sicher, obwohl es trotzdem ein komisches Gefühl war."

Das spanische Portal motorsport.com schreibt von "Videos von Explosionen am saudi-arabischen Himmel".

Rast verpasst Punkteränge

Der dreimalige DTM-Champion hatte beim zweiten Saisonrennen in Diriyyah/Saudi-Arabien nach einer nachträglichen Zeitstrafe als 17. die Punkteränge verfehlt.

Dem Audi-Piloten wie auch einigen Kollegen wurde zum Verhängnis, dass sie nicht wie vorgeschrieben den sogenannten Attack Mode zweimal aktiviert hatten. Trotz einer langen Safety-Car-Phase, in der dies unmöglich war, und dem anschließenden Rennabbruch kannten die Regelhüter keine Gnade.

Am Sieg des Briten Sam Bird im Jaguar änderte sich dadurch nichts, dahinter kam es aber zu etlichen Verschiebungen. Bester Deutscher auf Rang zehn war letztlich der Worndorfer Pascal Wehrlein im Porsche vor seinem Markenkollegen Andre Lotterer (Duisburg). Für den Oberstdorfer Maximilian Günther (BMW) war das Rennen wie schon am Freitag nach einem Unfall vorzeitig beendet.

In der Meisterschaft ist Rast nach Rang vier am Freitag als Siebter mit 13 Punkten der beste Deutsche, in Führung liegt Auftaktsieger Nyck de Vries (Niederlande/Mercedes) mit 32 Zählern.

Üble Unfälle überschatten Rennen

Überschattet wurde der zweite Saisonlauf der neuerdings zur Weltmeisterschaft erhobenen Formel E von den schweren Unfällen des Schweizers Edoardo Mortara im Abschlusstraining sowie des Briten Alex Lynn. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Während Mortara das Hospital bereits wieder verlassen konnte, wurde Lynn am Abend noch Checks unterzogen.

"Am wichtigsten ist, dass es Alex und auch Edo nach ihren schweren Unfällen den Umständen entsprechend gut geht. Nach dem Qualifying war heute nicht mehr viel drin", sagte Rast.

Der Rennkalender in der Formel E steht bislang nur bis Juni, Fragezeichen stehen unter anderem hinter einem Rennen am Traditionsstandort Berlin. Bislang sind acht Rennen an sechs Standorten terminiert. Der dritte Lauf ist für den 10. April in Rom vorgesehen.

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