Formel E: Coronavirus verhindert auch Jakarta-ePrix

Norman Fischer
motorsport.com

Nach Sanya und Rom hat es in der Formel E bereits das dritte Rennen wegen des Coronavirus erwischt: Wie die Serie mitteilt, wird auch der neue ePrix in Jakarta nicht stattfinden können. Das Rennen in der indonesischen Hauptstadt sollte ursprünglich am 6. Juni über die Bühne gehen, wurde aber offiziell verschoben.

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Nach Anweisung von Jakartas Gouverneur Anies Baswedan sei es "nicht länger möglich, in Jakarta zum geplanten Datum zu fahren". Ob die Formel E das Rennen nachholen kann, ist mehr als fraglich, schließlich endet die Saison bereits im Juli - und es wird bereits Ersatz für die ebenfalls verschobenen Rennen in China und Italien gesucht.

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Die Austragung des ePrix war bislang ohnehin von Problemen geprägt, da die Regierung eine Verlegung der Strecke anordnete. Ursprünglich sollte man um das National Monument fahren, doch die Stadt wollte nicht riskieren, dass die Kulturstätte für das Rennen verändert wird - etwa durch einen neuen Asphalt.

Doch nun steht Jakarta vor dem Aus, auch wenn man seitens der Formel E betont, dass man die Situation weiter im Auge behalte und zusammen mit den zuständigen Behörden nach Möglichkeiten für einen neuen Termin sucht.

Derweil ist die Serie auf der Suche nach Alternativmöglichkeiten, um die ausgefallenen Rennen zu ersetzen. Laut Co-Gründer Alberto Longo evaluiert man Pläne, um die Auswirkungen des Virus so gering wie möglich zu halten und so viele Rennen wie machbar zu fahren. "Wir bleiben realistisch und flexibel in unserem Ansatz über alternative Optionen", sagt er.

Diese beinhalten etwa die Austragung einiger Double-Header bei bestehenden Events, die Nutzung permanenter Rennkurse wie den Circuit Ricardo Tormo in Valencia, auf dem man die jährlichen Testfahrten abhält, oder ein Rennen hinter verschlossenen Türen.

Neben den drei ausgefallenen ePrix wackeln auch Paris und Seoul bedenklich.

Mit Bildmaterial von LAT.

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