Fortuna-Angreifer Thommy: "Wir warten auf den nächsten Step"

Lisa Ramuschkat
Sport1

Erik Thommy kann es kaum erwarten, dass die Bundesliga wieder fortgesetzt wird.

Zwar gebe es seit Anfang April durch das Mannschaftstraining wieder einen halbwegs normalen Alltag für ihn. "Aber jeder Spieler wünscht sich auch, dass es jetzt wieder zur Sache geht, dass wir ein bisschen mehr reingehen dürfen und auch wieder alle zusammen trainieren dürfen", verrät der Profi von Fortuna Düsseldorf im SPORT1 Instagram-Format "Split It!".

Thommy: Fortuna-Profis halten sich an die Regeln

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Nach drei Wochen "Homeoffice", in denen die Profis auf sich allein gestellt waren und per GPS ihre Trainingsleistung an den Athletiktrainer übermittelt wurden, sind die Einheiten in Kleingruppen ein erster Schritt.

"Wir haben jetzt die Gruppen peu à peu ein bisschen vergrößert, aber es ist jetzt alles noch ohne Körperkontakt und distanziert. Wir sind momentan in einer Sechser- bis Neuner-Gruppe", berichtet der vom VfB Stuttgart an die Düsseldorfer ausgeliehene Thommy.


Beispielsweise hält Trainer Uwe Rösler inzwischen Taktik-Einheiten ab. Zweikämpfe sind aufgrund des Kontaktverbots und Mindestabstands kein Bestandteil des Trainings.

Die Profis würden sich grundsätzlich gut an die Vorschriften halten, betont Flügelspieler Thommy.

Trotzdem räumte er ein: "Ich glaube, in einer Trainingseinheit gab es unglückliche Fotos, auf denen es in der Öffentlichkeit einfach ein bisschen anders aussah. Aber ich kann da auf jeden Fall beruhigen, dass es genauso abläuft, wie es uns vorgeschrieben wird und wie es von der DFL vorgeschrieben wurde."

DFL-Taskforce mit einem "guten Plan"

Die Deutsche Fußball-Liga habe sich "einen guten Plan" überlegt, findet der 25-Jährige. "Wir warten auf den nächsten Step."

Der wird womöglich schon nächste Woche von der Bundesregierung verkündet, die Liga hofft auf den Neustart Mitte oder Ende Mai. Darauf vertraut auch Thommy.

Erik Thommy im SPORT1-Podcast "Split It!"

"Wenn es dann irgendwann losgeht, denke ich, dass alles von oben abgesegnet ist und wir mit 100 Prozent auf den Platz gehen können", sagt er. "Von meiner Seite aus gibt es da keine Bedenken."

Bundesligaspiele mit Maske? Thommy hat seine Zweifel

Mit Mund-und-Nasenschutz zu spielen, hält Thommy für kein realistisches Szenario: "Jeder, der so eine Maske einmal aufgehabt hatte, weiß ganz genau, dass man nach fünf Minuten ganz schlecht Luft bekommt. Und wenn wir dann immer am Limit arbeiten, wir sind im roten Bereich, dann überleben wir da keine zehn Minuten."

Das von der DFL-Taskforce erarbeitete Konzept sieht etliche Maßnahmen für einen sicheren Spielbetrieb vor. Manches ist den Profis aber schon bekannt, wie die Hotelaufenthalte bei Auswärtsspielen, bei denen der Fortuna-Tross sich gewöhnlich von den anderen Hotelgästen abschottet.


"Wir haben immer separat gegessen und hatten auch teilweise unseren Koch dabei", beschreibt Thommy den regulären Ablauf. "Ich glaube, auch in dieser Hinsicht wird auf jeden Fall eine Lösung gefunden."

Thommy vertraut seinem Spielerberater

In vertraglichen Dingen wird er nach wie vor durch seine Berater-Agentur Sportstotal, die von Volker Struth gegründet wurde, betreut, zu deren Klienten auch Weltmeister Toni Kroos, Bayern-Flirt Dayot Upamecano oder Marco Reus zählen.

Die speziell in der Coronakrise aufkommende Diskussion um Spielerberater und deren Honorare bezeichnete Thommy als "schwieriges Thema".


Wohin es Thommy nach Saisonende verschlägt, ist angesichts der Krisensituation nebensächlich: "Alles, was momentan ein Störfeld für mich oder die Mannschaft ist, hat hier im Moment nichts zu suchen."

Thommy über VfB-Rückkehr: Abstiegskampf mit Fortuna geht vor

Bis 30. Juni ist er an die Fortuna ausgeliehen, danach müsste der gebürtige Ulmer zurück zum VfB, bei dem er ohnehin ein weiteres Vertragsjahr zugesichert bekommen hat.

Vorher heißt es aber Abstiegskampf für die Rheinländer und Thommy, der bislang fünf Tore und vier Assists im Düsseldorfer Trikot lieferte.

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"Wir haben noch neun Spiele vor uns und diesen Gedanken stellt man sich erst später", stellte Thommy seine Prioritäten klar.

"Ich bin dankbar dafür, dass ich überhaupt noch in der Situation bin, dass ich noch einen Vertrag habe. Man weiß nicht, wie das Ganze jetzt weitergeht und anlaufen wird. Ich lebe immer im Hier und Jetzt."

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