Fortuna-Boss fordert Gehaltsobergrenze

Sportinformationsdienst
Sport1

Vorstandschef Thomas Röttgermann von Bundesligist Fortuna Düsseldorf fordert für den Profifußball eine Gehaltsobergrenze.

"Im Profifußball bemerken wir und viele andere gerade schmerzlich, dass der Betrieb, so wie er aktuell organisiert und finanziert ist, extrem risikoreich ist" sagte der 59-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Spielergehälter stellen einen Großteil der Ausgaben dar, und man befindet sich in einem immerwährenden Rattenrennen mit Vereinen aus derselben Liga und internationalen Klubs." 

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Als Lösung dieses Problems sieht er den aus den nordamerikanischen Profiligen bekannten Mechanismus des Salary Cap. "Möglich wäre, eine Gehaltsobergrenze anhand des Gesamtumsatzes des jeweiligen Vereins zu errechnen. Oder die Festlegung von Gehaltsober- und -untergrenzen für Fußballprofis. Es geht aber zunächst darum, dass alle Vereine, und zwar europaweit, überhaupt bereit sind, über dieses Thema zu sprechen."


Spätestens durch die in der Coronakrise entstandenen finanziellen Schwierigkeiten sei es an der Zeit, ernsthaft über dieses Thema nachzudenken. Neben der Reduktion der finanziellen Anfälligkeit erkennt Röttgermann auch eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit in den Ligen als möglichen Vorteil einer solchen Regelung. 

"Wenn ein Klub wie der SC Paderborn oder auch wir nur zehn Prozent des Etats von Bayern München haben, dann zeigt das nicht nur die wirtschaftlichen Möglichkeiten, sondern zementiert im Ergebnis auch die sportlichen Möglichkeiten. Das hat mit dem Sportgedanken im eigentlichen Sinne und der Maxime, der Bessere möge gewinnen, nicht mehr viel zu tun", sagte Röttgermann.

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