Fotostrecke: Die zehn besten Audi-Fahrer der neuen DTM

Sven Haidinger
motorsport.com

Audi ist der einzige DTM-Hersteller, der seit der Neugründung im Jahr 2000 ununterbrochen dabei. Umso härter trifft der Ausstieg der Ingolstädter die Traditionsserie, die nun ums Überleben kämpft.

Ganze neun Herstellertitel und 95 Siege fuhr Audi in diesen 20 Jahren ein. Nur Mercedes war erfolgreicher. Aber wer waren eigentlich die besten Audi-Fahrer dieser erfolgreichen Ära?

Insgesamt fuhren in den vergangenen 20 Jahren 50 Piloten für den deutschen Hersteller, darunter prominente Namen wie die aus der Formel 1 bekannten Heinz-Harald Frentzen, Antonio Giovinazzi und Karl Wendlinger, aber auch Langstreckenstars wie "Mr. Le Mans" Tom Kristensen, Allan McNish, Frank Biela, Dindo Capello oder Emanuele Pirro.

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Interessant: Die 95 Erfolge aus den vergangenen zwei Jahrzehnten gehen auf die Kappe von nur elf Piloten. Das zeigt, wie lange Stars wie Mattias Ekström oder Mike Rockenfeller für die Marke gefahren sind und wie sehr man bei den Ingolstädtern auf Stabilität setzte.

Fotostrecke: Die 10 besten Audi-Fahrer der neuen DTM:

#10: Tom Kristensen

#10: Tom Kristensen <span class="copyright">ITR eV</span>
#10: Tom Kristensen ITR eV

ITR eV

Seine Klasse ist unbestritten, zur Legende wurde "Mr. Le Mans" aber wegen der neun Siege beim 24-Stunden-Klassiker und nicht wegen der DTM. In den ersten drei Saisons schaffte er es in die Top 4, 2005 und 2006 wurde er Dritter. Nach dem Hockenheim-Horrorcrash 2007 kehrte er nie mehr zu alter Stärke zurück.

#9: Nico Müller

#9: Nico Müller <span class="copyright">Paul Foster</span>
#9: Nico Müller Paul Foster

Paul Foster

Als Ekströms Wasserträger blieb seine Stärke jahrelang verborgen, aber vielleicht zahlt sich die Loyalität jetzt im Kampf um ein Formel-E-Cockpit bei Audi aus. 2019 entwickelte er sich bei Abt zum Teamleader und konnte - trotz einziger Fehler - als einziger Rene Rast fordern. Niemand war 2019 so konstant!

#8: Jamie Green

#8: Jamie Green <span class="copyright">Markus Toppmöller</span>
#8: Jamie Green Markus Toppmöller

Markus Toppmöller

In den vergangenen zwei Jahren klar im Schatten von Teamkollege Rast. Man darf aber nicht vergessen, dass er ohne Getriebeschaden und Audi-Stallorder in Spielberg 2017 Meister wäre. Auch 2015 holte er die meisten Siege und musste sich haarscharf Wehrlein beugen. Dennoch waren seine Mercedes-Jahre stärker.

#7: Edoardo Mortara

#7: Edoardo Mortara <span class="copyright">ITR eV</span>
#7: Edoardo Mortara ITR eV

ITR eV

Neunter, Fünfter, Fünfter, Vierter, Zweiter - kaum jemand fuhr so konstant vorne mit wie er in seinen Audi-Jahren. 2011 holte keiner so viele Siege, aber Wittmann wurde Meister. Seine Karriere ähnelt der von Jamie Green, der auch nie Meister wurde. Nur ging Mortara den umgekehrten Weg von Audi zu Mercedes.

#6: Mike Rockenfeller

#6: Mike Rockenfeller <span class="copyright">LAT Images</span>
#6: Mike Rockenfeller LAT Images

LAT Images

"Rocky" ist unzerstörbar: Wenige Wochen nach dem Horrorcrash in Le Mans 2011 fuhr er schon wieder DTM. Zwei Jahre später war er Meister. Auch sein zweiter Platz in Moskau 2017 mit gebrochenem Bein war legendär. In 13 Jahren nur zweimal in den Top 3 - das zeigt: Er hat ein Sieger-, aber kein Meister-Gen.

#5: Laurent Aiello

#5: Laurent Aiello <span class="copyright">Abt Sportsline</span>
#5: Laurent Aiello Abt Sportsline

Abt Sportsline

Wer hätte nach dem mauen Start mit dem Audi TT gedacht, dass er in den ersten vier DTM-Jahren als einziger "Mr. DTM" Bernd Schneider einen Titel wegnimmt? Nach der Sensation im Jahr 2002 wechselte er zu Opel: ein großer Fehler, da das Auto nicht konkurrenzfähig war. Zog sich 2005 aus dem Motorsport zurück.

#4: Martin Tomczyk

#4: Martin Tomczyk <span class="copyright">LAT Images</span>
#4: Martin Tomczyk LAT Images

LAT Images

Sein Titel im Jahr 2011 war eine Riesensensation! Nach Jahren im Vorderfeld musste er Abt verlassen und mit einem Jahreswagen vorliebnehmen. Doch bei Phoenix stieg er aus der Asche und schlug Ekström im Titelkampf - als einziger DTM-Pilot mit einem alten Auto. Mit dem Titel im Gepäck wechselte er zu BMW.

#3: Timo Scheider

#3: Timo Scheider <span class="copyright">XPB Images</span>
#3: Timo Scheider XPB Images

XPB Images

War in seinen Glanzzeiten nur schwer zu schlagen. Kein anderer Audi-Fahrer hat es wie er 2009 in der neuen DTM geschafft, seinen Titel zu verteidigen. Doch die "Schieb-ihn-raus"-Affäre in Spielberg 2015 hat seine Karriere überschattet. Danach zerbrach die Ehe mit Audi.

#2: Mattias Ekström

#2: Mattias Ekström <span class="copyright">ITR eV</span>
#2: Mattias Ekström ITR eV

ITR eV

Der charismatischste Pilot der neuen DTM! Und ein echter Allrounder, der Rallye und WRX fährt, kein Duell auslässt und immer für eine freche Aussage gut ist. Wurde 2004 und 2007 Meister und hält mit 25 Siegen den Audi-Rekord. Negativ? 2017 wollte ihn Audi unbedingt zum Meister machen, aber Rast jubelte.

#1: René Rast

#1: René Rast <span class="copyright">Paul Foster</span>
#1: René Rast Paul Foster

Paul Foster

Eines der großen DTM-Mysterien: Wie konnte er so lange unentdeckt bleiben? Zweimal scheiterte er bei Audi-Sichtungen, einmal bei einem BMW-Shootout. 2019 war er eine Klasse für sich. Die Bilanz spricht für sich: Zwei Titel in drei Jahren, einmal Zweiter. Keiner ist so fleißig: Er überlässt nichts dem Zufall!

Damit baute man erfolgreich auf den von Hans-Joachim Stuck und Frank Biela in den ersten drei Audi-Jahren 1991, 1992 und 1993 gesetzten Grundfesten auf. Beide kamen damals übrigens zu Meisterehren: Stuck war gleich im Premierenjahr erfolgreich, Biela machte es ihm 1991 nach, ehe man sich 1992 während der Saison aus der DTM zurückzog.

Wer die zehn besten Audi-Stars der neuen DTM waren (Erfolge für andere Marken und in anderen Serien spielen im Ranking keine Rolle), erfahren Sie in unserer Fotostrecke.

Mit Bildmaterial von Sutton.

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