Frankreich-Grand-Prix: Änderung am Streckenlayout, Boullier neuer Chef

Maria Reyer
motorsport.com

Der Grand Prix von Frankreich wird 2020 auf einem geänderten Layout auf dem Paul-Ricard-Circuit stattfinden. Das haben die Organisatoren des Rennens am Montag bekannt gegeben. Außerdem wurde der ehemalige Lotus- und McLaren-Teamchef Eric Boullier zum "Managing Direktor" ernannt.

Die Streckenänderungen wurden vorgenommen, um das Überholen in Le Castellet zu vereinfachen. Wenn die FIA offiziell ihr Einverständnis erklärt, kann die Strecke binnen vier Tagen angepasst werden. Schon im Dezember wurde berichtet, dass Änderungen im ersten Sektor der Strecke das Spektakel verbessern sollen.

Der neu ernannte Managing Direktor Eric Boullier hat vor ausgewählten Journalisten in Paris die Pläne präsentiert, die bereits bei der FIA eingereicht wurden. Schon für das Rennen am 28. Juni sollen die Änderungen greifen.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

"Wir haben nun für mehrere Monate daran gearbeitet, jetzt sind wir am Ende angekommen", so der Franzose. Eine Anfrage zur Änderung der Strecke wurde gestellt. Diese fußt auf der Zusammenarbeit mit dem Formel-1-Management. "Wir haben viel Simulationsarbeit mit der FOM gemacht."

Eine Version der Streckenführung, die getestet wurde, befinde sich nun zur Homologation bei der FIA. Konkret gehe es um die erste enge Kurvenpassage, die geöffnet werden soll, um dadurch einen wesentlich größeren ersten Bremspunkt im Bereich von Sainte-Baume zu kreieren.

"Dadurch würden zwei lange Geraden entstehen, und zwei Überholmöglichkeiten", erklärt Boullier. Die Simulationen hätten gezeigt, dass die Autos deutlich näher folgen könnten. "Wenn man bei Sainte-Baume nicht vorbeikommt, dann eben in der ersten Schikane. Außerdem war die weitere Idee dahinter, die Teams dazu zu zwingen, mit weniger Abtrieb zu fahren."

Bevor Paul Ricard jedoch die Änderung durchführen kann, braucht man die Erlaubnis der FIA. Boullier hat außerdem betont, dass die Schikane auf der langen Gegengeraden auch 2020 gefahren werden wird. "Natürlich behalten wir die Schikane."

Boullier kam im Februar des Vorjahres in das Organisationsteam des Frankreich-Grand-Prix. Zunächst war er als strategischer Berater und Botschafter des Rennens tätig. Bei dem Presseevent am Montag wurde nicht nur seine Beförderung thematisiert, sondern auch ein neuer Mobilitätsplan vorgestellt, der die Verkehrsstaus der Vorjahre verhindern soll.

Schon im Vorjahr setzte Paul Ricard vermehrt auf das Park-and-Ride-System. Das Shuttle-Netzwerk werde für das Event 2020 noch weiter ausgebaut. Von Marseille, Nizza, Bordeaux oder Montpellier sollen die Fans am Rennsonntag an die Strecke gebracht werden.

Außerdem wird auch das Angebot für die umliegenden Länder ausgeweitet. So soll es auch Shuttles von Barcelona, Mailand, Turin, Amsterdam und Eindhoven geben.

Weitere Co-Autoren: Mael Pilven. Mit Bildmaterial von LAT.

Lesen Sie auch