Frauen-Team von Atletico Huila mit Flughafen-Protest: Männer bekommen Siegprämie

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Die Frauen-Mannschaft von Atletico Huila hat die Copa Libertadores, das südamerikanische Pendant der Champions League, gewonnen. Die Siegesprämie soll allerdings an das männliche Team gehen – das sorgt für Proteste.

Die Frauen von Atletico Huila gewannen die Copa Libertadores. (Bild: Getty Images)
Die Frauen von Atletico Huila gewannen die Copa Libertadores. (Bild: Getty Images)

Während die Männer von Atletico Huila sich in der kolumbianischen Liga nicht gerade mit Ruhm bekleckern, sind die Frauen oben auf. Im Gegensatz zu den Männern, die mit Platz 17 die Meisterschafts-Playoffs klar verpassten, haben die Frauen die Copa Libertadores gewonnen.

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Belohnt werden soll das Team dafür aber nicht. Die Siegprämie in Höhe von 55.000 Euro hat der Klub zwar vom Verband CONMEBOL eingestrichen, wird diese aber nicht an die Frauen ausbezahlen. Vielmehr geht das Geld an das männliche Team des Vereins.

Frauen von Atletico Huila: Protest am Flughafen von Bogota

Dies sorgt für Ärger unter den weiblichen Spielerinnen, die nach ihrem Triumph in der Copa Libertadores entsprechend weniger mit Feiern als vielmehr mit Protest beschäftigt waren. Kapitänin Yoreli Rincon wurde zur Wortführerin.

Darüber hinaus leistete sich CONMEBOL einen Fehler in der Planung, weshalb die Spielerinnen am Flughafen von Bogota übernachten mussten. Aus Protest schliefen sie auf dem Fußboden.


Auch bei der Ankunft in der Heimat setzte sich der Protest fort. Während die Spielerinnen auf einem kleinen Bus die Trophäe durch die Straßen fuhren, prangte auf der Vorderseite des Gefährts eine klare Forderung: “Wir brauchen ein Stadion.”

Frauen-Team muss 80 Minuten auf Bürgermeister warten

Während die Fans die Straßen füllten, war die Begeisterung bei den Offiziellen offenbar weniger groß. Beinahe eineinhalb Stunden mussten die Frauen darauf warten, von Bürgermeister Rodrigo Armando Lara empfangen zu werden.

Immerhin konnte dieser dann eine gute Botschaft überbringen. Er versprach, dass die Stadt sich bemühen würde, für die Mannschaft ein eigenes Stadion zu errichten. Vorerst aber müssen sie trotz internationaler Trophäe mit dem auskommen, was sie haben.

 

 

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