Frauen-WM: Frankreich zittert sich ins Viertelfinale, auch England weiter

Frauen-WM: Frankreich zittert sich ins Viertelfinale, auch England weiter
Frauen-WM: Frankreich zittert sich ins Viertelfinale, auch England weiter

Frankreichs Fußballerinnen dürfen bei der Heim-WM weiter vom ersten großen Titel träumen und auch Mitfavorit England hat sich souverän für das Viertelfinale qualifiziert. In der Hafenstadt Le Havre setzten sich die Französinnen 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen das von WM-Rekordtorschützin Marta angeführte Brasilien durch, England hatte zuvor in einer kuriosen Partie in Valenciennes frustrierte Kamerunerinnen mit 3:0 (2:0) bezwungen.
In der Runde der letzten Acht trifft Frankreich am Freitag (21.00 Uhr) auf den Sieger des Duells zwischen Titelverteidiger und Topfavorit USA und Spanien (Montag/18.00 Uhr). Auf England wartet am Donnerstag (21.00 Uhr) der frühere Weltmeister Norwegen, der am Samstag gegen Australien im Elfmeterschießen (4:1) gewonnen hatte. 
In beiden Achtelfinalpartien spielte der Videobeweis wieder eine unliebsam große Rolle. Beim Spiel der Französinnen wurde der vermeintliche Führungstreffer durch Valerie Gauvin (23.) nach fünfminütiger Diskussion zurückgenommen, weil sie Torfrau Barbara beim Abschluss behindert hatte. Ihre zweite Chance nutzte Gauvin zum 1:0 (52.). 
Brasilien mit seiner alternden Star-Generation um Marta (33), Cristiane (34) und Formiga (41) wurde erst danach stärker, Thaisa (63.) gelang der Ausgleich. In der Verlängerung sorgte Amandine Henry (107.) von Champions-League-Sieger Olympique Lyon für die Entscheidung.
England ging durch Kapitänin Steph Houghton nach einem indirekten Freistoß am Fünfmeterraum (15.) unstrittig in Führung, danach lief es für Kamerun aber so unglücklich, dass die Afrikanerinnen die Nerven verloren und kurz davor standen, aus Protest und Verzweiflung den Rasen zu verlassen.
Beim 2:0 durch Ellen White (45+4.) nahm Schiedsrichterin Liang Qin ihre Abseitsentscheidung nach Videostudium zurück, auf der Gegenseite zählte das erst gegebene Anschlusstor durch Ajara Nchout (48.) wegen hauchdünner Abseitsstellung nicht. Die vermeintliche Torschützin brach daraufhin in Tränen aus, das Spiel war minutenlang unterbrochen. Beide Entscheidungen waren allerdings korrekt. Den Schlusspunkt setzte Alex Greenwood (58.).
Englands Trainer Phil Neville zeigte sich vom theatralischen Auftritt Kameruns "völlig beschämt". Sein Gegenüber Alain Djeumfa sah sein Team dagegen als Opfer einer "Ungerechtigkeit".






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