"Unverzeihlicher Fehler!" CR7 als Feigling gebrandmarkt

Felix Kunkel
·Lesedauer: 2 Min.
"Unverzeihlicher Fehler!" CR7 als Feigling gebrandmarkt
"Unverzeihlicher Fehler!" CR7 als Feigling gebrandmarkt

Für eine Sekunde schlug Cristiano Ronaldo die Hände über Kopf zusammen.

Es war die 115. Minute im Achtelfinal-Rückspiel zwischen Juventus Turin und dem FC Porto. Die Portugiesen hatten gerade das entscheidende Tor zum Weiterkommen erzielt. Ronaldo selbst hatte am Gegentreffer durchaus seinen Anteil.

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Noch während der Ausführung des Freistoßes von Sergio Oliveira drehte sich der Superstar weg, legte seine Arme schützend vor das Gesicht und öffnete seine Beine. Genau dort hindurch flog der Ball von Oliveira. Ronaldo hatte den Weg zum zwischenzeitlichen 2:2 freigemacht. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

"Unverzeihlicher Fehler" von Ronaldo

"Das war ein unverzeihlicher Fehler", stellte der ehemalige englische Nationaltrainer Fabio Capello bei Sky Sport Italia klar. "Zu meiner Zeit hat man sich die Spieler ausgesucht, die in die Mauer gegangen sind, und das konnten keine Leute sein, die Angst vor dem Ball hatten."

Neben Ronaldo machten auch Álvaro Morata und Adrien Rabiot keine besonders gute Figur in der Juve-Mauer. Jedoch blickten beide zum Ball und duckten sich nicht weg wie ihr Kollege. Capello war trotzdem mit allen drei Akteuren nicht zufrieden: "Sie hatten Angst vor dem Ball und sind von ihm weggesprungen, haben ihm den Rücken zugekehrt. Das ist unverzeihlich."

Auch BT Sport-Experte Rio Ferdinand bewertete die Situation ähnlich: "Alle drei waren im Unrecht - sie haben sich umgedreht und sind aus dem Weg gesprungen." Der langjährige englische Nationalverteidiger sah eine ganze "Ansammlung von Fehlern".

Robbie Savage, der das Spiel im englischen Fernsehen kommentierte, fiel während der Szene fast vom Glauben ab: "Schaut euch die Mauer an, die Mauer springt, der Ball geht durch Ronaldos Beine und er dreht ihm den Rücken zu!"

Pirlo versucht, Ronaldo-Fehler zu erklären

Nach der Partie äußerte sich auch Juventus-Trainer Andrea Pirlo zu Ronaldos Aussetzer: "Es war ein Fehler, so etwas passiert normalerweise nicht." Die Spieler hätten die gefährliche Situation nicht wahrgenommen und falsch eingeschätzt.

In der italienischen Presse wurde Ronaldo ebenfalls ein großer Anteil am erneuten Ausscheiden im Champions-League-Achtelfinale zugerechnet. Die Gazzetta dello Sport titelte: "Ronaldo unter Anklage: Was für ein Loch beim 2:2... Was passiert jetzt?" Der Corriere della Sera bewertete den Auftritt von CR7 wie folgt: "So oft der zusätzliche Mann, diesmal war Juventus einer weniger: Er sprengt die Mauer beim Tor von Porto."

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In den bisherigen drei Spielzeiten bei Juventus war Ronaldo weit vom Titel in der Königsklasse entfernt. Er scheiterte 2019 im Viertelfinale an Ajax, ein Jahr später war im Achtelfinale gegen Lyon Schluss. Jetzt das Aus gegen Porto, ebenfalls schon in der Runde der letzten 16.

"Ronaldo, eine Nacht zum Vergessen: eine weitere Enttäuschung mit Juve", fasste der Corriere dello Sport den Abend am Ende treffend zusammen.