Schlechteste Bilanz seit 1999! DSV erlebt Sprung-Desaster

SID
·Lesedauer: 2 Min.
Schlechteste Bilanz seit 1999! DSV erlebt Sprung-Desaster
Schlechteste Bilanz seit 1999! DSV erlebt Sprung-Desaster

Die deutschen Kombinierer haben bei der WM in Oberstdorf nach einem Sprung-Desaster eine bittere Niederlage kassiert.

Beim überraschenden Gold-Coup des Teenagers Johannes Lamparter (Österreich) landete Titelverteidiger Eric Frenzel als bester Deutscher zwar wie schon von der Normalschanze auf dem vierten Rang, die erhofften Medaillen waren aber mehr als eine Minute entfernt. (Zeitplan der Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf)

Erstmals seit 1999 stand im Wettkampf von der Großschanze somit kein Deutscher auf dem Podest.

"Wir haben heute einfach an der Schanze Fehler gemacht, und das ist bestraft worden", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch: "Immerhin haben wir das Optimale rausgeholt, die Mannschaft hat Herz gezeigt."

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DSV-Kombinierer: Schlechteste Bilanz seit 1999

Das erfolgsverwöhnte deutsche Team von Bundestrainer Weinbuch hatte schon am Vormittag auf der Schanze alle Medaillenchancen verspielt.

In der Loipe machte das DSV-Team zwar noch Boden gut, hinter Frenzel war aber mehr als Rang fünf für Fabian Rießle (Breitnau) und Platz 15 für Vinzenz Geiger (Oberstdorf) nicht drin.

"Im Endeffekt ist es egal, ob Vierter oder Zehnter", sagte Rekordweltmeister Frenzel: "Bei einer WM geht es um die Medaillen. Und da war nach dem Springen schon klar, dass nicht mehr drin sein wird." Letzter Wettbewerb am Samstag wird der Teamsprint, dort werden Frenzel und Rießle das deutsche Duo bilden.

Wie schon sechs Tage zuvor von der Normalschanze reicht es somit auch im zweiten Einzel nicht für eine Medaille. Auch das war der deutschen Mannschaft zuletzt 1999 passiert.

Östereich-Teenie jüngster Weltmeister seit 1989

Eine Klasse für sich war überraschend Lamparter, der nach einem Traumflug auf 138,0 m auch in der Loipe die Konkurrenz in Schach hielt und 37,1 Sekunden vor Topfavorit Jarl Magnus Riiber (Norwegen) ins Ziel kam.

"Ich wollte das Tempo von Anfang an hoch halten, das ist mir sehr gut gelungen. Ich bin unglaublich glücklich, dass ich als Weltmeister hier stehen darf", sagte Lamparter. Bronze ging an den Japaner Akito Watabe (+45,8).

Der 19 Jahre alte Lamparter ist damit der jüngste Weltmeister seit dem Norweger Trond Einar Elden 1989.

Letzter WM-Champion aus Österreich war der erst vor wenigen Tagen zurückgetretene Bernhard Gruber 2015.