Frostige 100-m-Feier der Jamaikanerinnen: Was steckt dahinter?

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Frostige 100-m-Feier der Jamaikanerinnen: Was steckt dahinter?
Frostige 100-m-Feier der Jamaikanerinnen: Was steckt dahinter?

Was war da los nach dem großen jamaikanischen Dreifach-Triumph im olympischen 100-Meter-Finale der Frauen?

Millionen TV-Zuschauer wunderten sich am Samstag mit welcher Eiseskälte die zweitplatzierte Favoritin Shelly-Ann Fraser-Pryce und Shericka Jackson auf Platz auf den Rekordlauf ihrer Landsmännin Elaine Thompson-Herah reagierten.

Thompson-Herah, die bei ihrem Sieg den Olympischen Rekord der verstorbenen Florence Griffith-Joyner brach und zur zweitschnellsten Frau der Geschichte aufstieg, jubelte minutenlang allein. Fraser-Pryce und Jackson blickten sie aus der Ferne unterkühlt an, ehe es zu pflichtschuldig wirkenden gemeinsamen Bildern mit der jamaikanischen Flagge kam.

Der Eindruck, dass es unter den Teamkolleginnen knirscht, scheint nicht zu trügen.

“Zwei Zerwürfnisse” zwischen Thompson-Herah und Fraser-Pryce

Der britische Guardian berichtet, dass speziell Titelverteidigerin Thompson-Herah und Fraser-Pryce “sich einst nahe standen”, dann aber hätte es “zwei Zerwürfnisse in den vergangenen Jahren” gegeben.

Die genauen Hintergründe sind unklar - und wurden auch durch Fraser-Pryces Äußerungen nach dem Rennen nicht klarer.

“Haben Sie je etwas verloren?”, fragte Fraser-Pryce die Reporter nach einer Frage zu den von ihr gezeigten Emotionen nach dem Rennen: “Du fühlst dich natürlich enttäuscht. Das ist deine erste Reaktion. Und ich bin immer eine ehrliche Athletin.” Andere Gründe für ihre Reaktion nannte sie nicht, in Bezug auf das Konkurrenzverhältnis im Team sagte sie nur noch kryptisch: “Ich werde nicht sagen, wer was mehr verdient. Alle Athleten arbeiten extrem hart.”

Die 34 Jahre alte Fraser-Pryce, Olympiasiegerin 2008 und 2012 und viermalige Weltmeisterin, bekräftigte, dass Tokio ihre letzten Spiele sein werden und wünschte ihren Teamkolleginnen noch “positive Energie” beim Feiern.

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