Fun Facts über den Nikolaus

Carolin KlarFreie Autorin für Yahoo Style
Verwechslungsgefahr: Statt einem Schokonikolaus verschenken manche am 6. Dezember einen Schokoweihnachtsmann. (Bild: Getty Images / iStock / hansslegers)
Verwechslungsgefahr: Statt einem Schokonikolaus verschenken manche am 6. Dezember einen Schokoweihnachtsmann. (Bild: Getty Images / iStock / hansslegers)

Am 6. Dezember kommt wieder der Nikolaus – zumindest bei allen, die den Gedenktag feiern. Wir erklären nochmal kurz, wer der Heilige Nikolaus war und verraten interessante, erstaunliche und unterhaltsame Fakten rund um ihn und das Fest.

Der Heilige Nikolaus: Hard Facts

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Der Nikolaus kommt in Gedenken an den heiligen Bischof von Myra. Er wurde während des Römischen Reiches, ungefähr 300 n. Chr. geboren, und zwar in Patara, einer antiken Stadt an der Mittelmeerküste, südwestlich von der Antalya in der heutigen Türkei.

Man weiß nicht genau, in welchem Jahr die historische Persönlichkeit starb. Sicher ist aber, dass es der 6. Dezember war.

Die Gebeine des für seine Barmherzigkeit und Nächstenliebe bekannten Heiligen ruhen seit 1087 in der Kirche San Nicola in der süditalienischen Küstenstadt Bari – ein beliebtes Pilgerziel für römisch-katholische und orthodoxe Christen.

Wo wird Nikolaus gefeiert?

Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Bulgarien, Italien, Spanien, Frankreich, Holland: Nikolaus wird hierzulande ebenso gefeiert wie im Süden, Osten und Westen Europas. Sogar in deutschen Gemeinden in Amerika warten Kinder darauf, dass sie in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember kleine Geschenke auf ihre bereitgestellten Teller oder in ihre Nikolausstrümpfe an der Tür gesteckt bekommen.

In Holland hat der Nikolaus-Clog mit Heu und Karotte Tradition. (Bild: Getty Images / iStock / Nisangha)
In Holland hat der Nikolaus-Clog mit Heu und Karotte Tradition. (Bild: Getty Images / iStock / Nisangha)

In den Niederlanden stellen die Kinder übrigens einen Clog gefüllt mit Heu und einer Karotte für das Pferd des Heiligen Nikolaus vor die Tür.

Kinder, die nicht brav waren, müssen zum Nikolaustag als Strafe mit einer Wünschelrute oder einem Stück Kohle rechnen. In der Alpenregion bestraft der Krampus die unartigen Kinder.

Erstaunliche und unterhaltsame Fakten über den Nikolaus

Warum schenkt man Orangen zum Nikolaus?

Orangen sind ein beliebtes Geschenk zum Nikolaus. Sie stehen für die drei runden, mit Goldmünzen gefüllten Geldbörsen, die der Heilige Nikolaus einer Familie in drei aufeinanderfolgenden Nächten durchs Fenster warf, um sie von ihrer Armut zu erlösen. Die drei Töchter eines armen Mannes hatten nämlich keine Mitgift und hätten sonst nicht verheiratet werden können. Ihnen drohte stattdessen ein Leben als Prostituierte. Doch davor bewahrte der Heilige Nikolaus die drei Jungfrauen durch seine Großzügigkeit.

Der Heilige Nikolaus hatte einen besonderen Beinamen

Der Geistliche wurde bereits im jungen Alter von 30 Jahren zum Bischof von Myra ernannt, deshalb wurde er von vielen auch als “boy bishop” (Kinderbischof) bezeichnet. Übrigens war er auch schon mit 19 Jahren Abt eines Klosters.

Der Heilige Nikolaus hatte eine gebrochene Nase

In den 1950er Jahren haben Wissenschaftler den Schädel des Heiligen Nikolaus eingehend untersucht. Er hatte eine gebrochene Nase, was im Zuge der Christenverfolgung unter Diokletian passiert sein könnte, wo viele Gläubige gefoltert wurden. Auch der Heilige Nikolaus soll in Gefangenschaft geraten und schwer misshandelt worden sein.

Warum heißt der Nikolaus auch Santa Claus?

Die Holländer nennen den Nikolaus “Sinterklaas” und sind verantwortlich dafür, dass der Nikolaus in Amerika als “Santa Claus” bezeichnet wird. Sie brachten die Nikolaus-Tradition 1621 nach Nordamerika, als sie New Amsterdam gründeten. Der holländische Name klang englisch ausgesprochen wie “Santa Claus”.

Zuckerstangen kommen aus Amerika. Die gebogene Variante erinnert an einen Bischofsstab und eignet sich auch zum Hängen. (Bild: Getty Images / iStock / Nastco)
Zuckerstangen kommen aus Amerika. Die gebogene Variante erinnert an einen Bischofsstab und eignet sich auch zum Hängen. (Bild: Getty Images / iStock / Nastco)

Candy Canes sind vom Nikolaus inspiriert

Die rot-weiß gestreiften, gebogenen Zuckerstangen sind in der Weihnachtszeit sehr beliebt und erinnern von der Form her an die Abt- oder Bischofsstäbe des Heiligen Nikolaus.

Warum bekommt man zum Nikolaus oft einen Schokoladenweihnachtsmann?

Eigentlich trägt der Nikolaus ein rot-weißes Bischofsgewand mit einer Mitra auf dem Kopf, und er hat einen Bischofsstab in der Hand. Der Weihnachtsmann hingegen trägt einen roten Mantel und eine rote Mütze mit weißem Plüschrand und weißem Bommel. Allerdings haben sich die Bilder vermischt. Deshalb gibt es inzwischen zu Nikolaus oft Schoko-Weihnachtsmänner geschenkt. Insofern: Genau hinschauen beim Aussuchen.

Der Nikolaus hat ein eigenes Postamt

Im Saarland, westlich von Saarbrücken, gibt es eine Gemeinde, die St. Nikolaus heißt und ein eigenes Nikolauspostamt hat. Dieses entstand aus einem Werbegag heraus: Eine pharmazeutische Firma ließ ihre Weihnachtspost in den 1960er-Jahren in dieser Gemeinde abstempeln. Bis heute kümmert man sich seitdem in der Alten Schule am Nikolausplatz ehrenamtlich um die kindliche Weihnachtspost.

Aber auch bei den offiziellen deutschen Weihnachtspostämtern landen nicht nur Briefe für den Weihnachtsmann und das Christkind, sondern auch für den Nikolaus. Die Ämter nennen sich “Weihnachtspostfiliale”, “Christkindbüro”, “Weihnachtsbüro” oder “Himmelsbüro”. Beantwortet werden die Briefe von Postmitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern.

Was hat der Nikolaus mit dem Wetter zu tun?

Es heißt: “Regnet’s an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.” Die Bauernregel konnte aber statistisch von Meteorologen nicht bestätigt werden.

Patara ist ein schönes Reiseziel

Die Region um den Geburtsort des Heiligen Nikolaus ist ein Geheimtipp. Das Naturschutzgebiet mit Nestern für Schildkröten hat einen naturbelassenen, kilometerlangen Sandstrand – den längsten der Türkei. Es gibt zudem faszinierende alte Ruinen, beispielsweise von Triumphbögen und antiken Theatern, die nur zu Fuß zugänglich sind. Strand und Kultur sind aber noch nicht alles, was die Gegend bietet: Der Lykische Weg bei Patara soll einer der schönsten Wanderwege der Welt sein. Außerdem kann man auf dem nahegelegenen Dalaman-Fluss Kanufahren oder Rafting-Abenteuer erleben. Und es gibt noch mehr, was man in Patara machen kann: tauchen, reiten, lokale Märkte oder abgelegene Bergdörfer besuchen zum Beipspiel!

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