Günther Steiner versichert: Haas stand trotz Coronakrise nie zum Verkauf

Ruben Zimmermann
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Haas wird auch in der kommende Formel-1-Saison 2021 an den Start gehen. Die US-Truppe hat, wie auch alle anderen neun Teams, das neue Concorde-Agreement bis einschließlich 2025 unterzeichnet. Gerade bei Haas galt es lange Zeit nicht als sicher, dass man angesichts der wirtschaftlichen Situation in der Königsklasse bleiben würde.

Vor allem die Coronakrise hat dem Team in diesem Jahr zugesetzt. "Es hat uns ziemlich hart getroffen", bestätigt Teamchef Günther Steiner und erinnert: "Zunächst einmal haben wir die Meisterschaft im Vorjahr schlecht beendet, was unser Budget bereits reduziert hatte." Die Saison 2019 hatte Haas auf dem neunten und vorletzten WM-Platz beendet.

Damit entgingen dem Rennstall wichtige Einnahmen durch Preisgelder. Die Coronakrise und die damit verbundene Absage von mehreren Rennen habe laut Steiner auch "nicht geholfen", weil man so noch mehr Geld verloren habe. Es sei eine sehr schwierige Phase gewesen, aber: "Jetzt sind wir wieder auf die Füße gekommen", so Steiner.

"Wir haben für die nächsten fünf Jahre unterschrieben", erinnert er und stellt klar: "Wir werden nicht verkauft." Denn in den vergangenen Monaten gab es auch Gerüchte darüber, dass das Team zwar in der Formel 1 bleiben könnte, allerdings unter einem anderen Namen. Auch das Traditionsteam Williams fand in diesem Jahr neue Besitzer.

Auf die Frage, ob in der schwierigen Phase jemals ein Verkauf geplant gewesen sei, antwortet Steiner unmissverständlich: "Nein, kein Verkauf." Er erklärt: "Es ging um die Frage, ob wir weitermachen oder nicht. Und Mr. Haas hat sich entschieden, weiterzumachen." Über einen Verkauf des Teams habe er aber nie mit ihm gesprochen.

Klar ist, dass Haas trotzdem weiter mit den Folgen der Coronakrise zu kämpfen hat. So trennt man sich nach dieser Saison von den beiden Piloten Romain Grosjean und Kevin Magnussen - laut Aussage des Franzosen aus finanziellen Gründen. Bei Haas ist offenbar ein Sparkurs angesagt, und Steiner erklärt, dass man das vorhandene Geld jetzt sinnvoll anlegen müsse.

Sein Fokus liege dabei vor allem auf der "Zukunft" des Rennstalls, erklärt der Teamchef. "Ich habe einen guten Plan in meinem Kopf, wie wir das anstellen", so Steiner. Sollte dieser Plan aufgehen, dann dürfte ein Verkauf des Teams wohl auch in Zukunft weiterhin kein Thema sein.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.