Gattusos Pisa: Hinten hui – vorne pfui

Der AC Pisa hat einige äußerst kuriose Statistiken vorzuweisen. Eine gewisse Ähnlichkeit zur früheren Spielweise des Trainers ist nicht abzustreiten.

Gennaro Gattuso war einer der gefürchtetsten Sechser seiner Zeit. Heute ist er Trainer des italienischen Zweitligisten AC Pisa. Dort macht er weiter, wo er als Spieler aufgehört hat.

Für Gattuso, einen ehemals beinharten defensiven Mittelfeldspieler, war die Defensivarbeit schon immer ein besonderes Anliegen. Dies scheint er auch seinem Team zu vermitteln. Mit 29 Gegentreffern stellt Pisa die beste Defensive der zweithöchsten italienischen Spielklasse. Insgesamt 14-mal blieben die Toskaner in dieser Saison bereits ohne Gegentor.

Doch wie so oft im Leben hat auch im Fußball jede Medaille zwei Seiten: Die starke Defensivarbeit geht offenbar auf Kosten der Offensive. Mit gerade einmal 22 erzielten Treffern stellt das Team des Weltmeisters von 2006 nach 39 Spieltagen den schlechtesten Angriff der Liga. Ganze zehn torlose Spiele mussten sich die Fans von Pisa in dieser Saison bereits antun – und die Mannschaft steckt mitten im tiefsten Abstiegskampf fest, obwohl sie die beste Abwehr der 22 Liga-Teams stellt.

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