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Haalands gefährliches Spiel

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Haalands gefährliches Spiel
Haalands gefährliches Spiel

Bei diesen Aussagen von BVB-Coach Marco Rose schrillen die Alarmglocken.

Superstar Erling Haaland „kann noch nicht schmerzfrei sein“, erklärte der Trainer von Borussia Dortmund auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Wolfsburg: „Ich habe ein Foto geschickt bekommen: Der Fuß vom Gegner stand im 90-Grad-Winkel zum Bein. Das bedeutet, dass da sicher irgendwas kaputtgegangen sein wird.“ (BERICHT: Rose-Aussagen zu Haaland machen Sorgen)

Gemeint ist das Brutalo-Foul gegen den Norweger im Spiel gegen Armenien am 29. März, von dem Haaland verletzt zum BVB zurückkehrte. (BERICHT: „Blut an Knöcheln“ - Haaland verletzt raus)

Haaland lässt Verletzung beim BVB nicht genau untersuchen

Ein Spiel verpasste der Stürmer danach aber nicht - wobei Roses Erklärung dafür schon tief blicken lässt. Und sie macht Sorgen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

„Man erarbeitet sich mit dem Spieler gemeinsam, wie man damit umgeht. Macht man Bilder? Macht man keine Bilder? Wir können den Jungen ja nicht in die Röhre reinschieben, wenn er das für sich gar nicht möchte“, erläuterte der Trainer das BVB-Dilemma. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Ein verletzter Spieler, noch dazu jemand vom Format der Dortmunder Tormaschine, will sich nicht genau diagnostizieren lassen? Das ist ungewöhnlich - aber ist es nicht auch grob fahrlässig?

Natürlich befindet sich der BVB in einer schwierigen Phase und Haalands enormer Ehrgeiz ist bekannt. Nicht umsonst lobte Rose, der Norweger habe „sehr, sehr professionell versucht, mit der Schwellung umzugehen“.

Haaland-Weigerung wegen Transfer zu ManCity oder PSG?

Trotzdem wirft die Geheimniskrämerei um seine Verletzung schon die Frage auf, inwiefern Haalands Weigerung mit dem anstehenden Mega-Wechsel im Sommer zu tun hat. (BERICHT: Darum wackelt der Haaland-Transfer)

Zur Erinnerung: Erst diese Woche hatte SPORT1 enthüllt, warum der Transfer plötzlich wackelt: Haalands Verletzungsanfälligkeit!

16 Spiele hat der 21-Jährige alleine in dieser Saison verpasst - angesichts der astronomischen Summen, die Manchester City oder PSG für seine Dienste investieren müssten, durchaus ein Sorgenfaktor für das Lager rund um Star-Berater Mino Raiola.

Da sind die aktuellen Knöchelschmerzen ohnehin schon schlecht fürs Geschäft - die öffentliche Diagnose einer Verletzung am Bandapparat oder der Kapsel wäre natürlich erst recht Gift. Darum heißt es wieder: Geheimsache Haaland. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Haaland verweigerte schon zuvor BVB-Diagnose

Warum man im Haaland-Lager auch jetzt wieder eher nebulös bleiben will, liegt auf der Hand - und es ist nicht das erste Mal.

SPORT1 weiß, dass der Norweger und sein Umfeld schon bei seiner letzten größeren Verletzung (wohl ein Muskelfaserriss im Oberschenkel) Ende Januar partout nicht wollten, dass die Diagnose herausgegeben wird. Der BVB wollte das übrigens sehr wohl.

Trotzdem musste sich der Klub fügen, sprach offiziell von „muskulären Problemen“. (BERICHT: Haaland-Verletzung bleibt unklar)

Auch diese Episode zeigt, wie dringend Haaland vermeiden will, dass er mit Verletzungen in Verbindung gebracht wird.

Rächt sich Haalands gefährliches Spiel?

Allerdings löst die Augen davor zu verschließen bekanntlich das Problem an sich nicht.

So verpasste Haaland nach dem Brutalo-Foul im Armenien-Spiel zwar keine Bundesliga-Minute, spielte gegen Leipzig (2. April) und Stuttgart (8. April) durch - Probleme hat er aber sehr wohl, auch wenn Rose betonte, nach dem VfB-Spiel sei die Schwellung im Knöchel auch „relativ schnell abgeschwollen“.

Trotzdem treibt der Superstürmer gerade ein gefährliches Spiel.

„Wenn da irgendetwas am Band-Apparat oder an der Kapsel ist und du hast ständig Belastung drauf, kriegst Schläge, dann macht es etwas mit dem Körper. Das ist ganz klar“, gab auch der BVB-Trainer zu bedenken: „Er beißt auf die Zähne und nimmt vor dem Spiel möglicherweise wieder ein Tablettchen und dann sollte das funktionieren.“

Das Thema Schmerzmittel im Fußball wäre ohnehin noch ein viel größeres - aber ganz unabhängig davon geht Haaland aktuell ein hohes Risiko. Im dümmsten Fall könnte er seine nicht genauer diagnostizierte Verletzung so am Ende sogar noch verschlimmern.

Das wäre dann für seinen Mega-Transfer noch viel schlimmer.

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