"Geht in die Psyche" - Haas-Boss reagiert auf Mazepin-Vorwurf

SPORT1
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"Geht in die Psyche" - Haas-Boss reagiert auf Mazepin-Vorwurf
"Geht in die Psyche" - Haas-Boss reagiert auf Mazepin-Vorwurf

Für Nikita Mazepin läuft es aktuell in der Formel 1 noch nicht rund. In beiden bisherigen Rennen - und auch in beiden Qualifyings - musste er sich seinem Haas-Teamkollegen Mick Schumacher geschlagen geben. Nachdem sich der Russe deswegen über einen Nachteil gegenüber Schumacher beschwert hatte, hat nun Teamchef Günther Steiner reagiert.

Mazepin hatte sich darüber aufgeregt, dass sein Teamkollege als Mitglied des Nachwuchsprogramms von Ferrari zusätzliche Testkilometer im Simulator oder im zwei Jahre alten Auto der Scuderia fahren kann. "Wir haben bei Haas keinen Rennsimulator. Also benutzen wir eine Anlage, wie sie die meisten Fahrer bei sich zuhause stehen haben", erklärte der Moskauer im Gespräch mit dem russischen Sender Match TV.

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Teamchef Steiner hat nun Verständnis für die Aussagen seines Piloten gezeigt. "Wenn man sich in seine Position versetzt, geht das alles in die Psyche rein, er (Mick Schumacher, Anm.d.Red) fährt mehr, das hilft bestimmt nicht", sagte Steiner im Gespräch mit RTL/ntv.

Als großen Vorteil empfindet er die Mitgliedschaft von Schumacher in der Ferrari Academy aber dennoch nicht. "Ich würde sagen, es ist kein Vorteil. Nikita fährt ja auch im Simulator. Fahren ist immer gut. Du lernst immer was. Aber eigentlich ist es sehr wenig in einem zwei Jahre alten Auto in Fiorano", stellte der Haas-Boss klar.

Bestimmte Sachen seien einfach so, erläuterte Steiner weiter. "Mit denen muss man umgehen und das wird er auch." Die Konstellation sei "bestimmt kein Nachteil für Mick, aber ein Riesenvorteil ist es auch nicht".

Mazepin kassiert viel Häme

Nach dem verkorksten Saisonauftakt von Mazepin, musste dieser viel Kritik und Häme aus dem Netz einstecken, wurde aufgrund mehrerer Dreher immer wieder als "Mazespin" bezeichnet.

Steiner verteidigte den Russen und sprach dem 22-Jährigen Mut zu. "Ihm jetzt Vorwürfe zu machen, bringt gar nichts. Man muss ihm erklären, dass man manchmal einen Schritt zurück machen muss und dann zwei nach vorne", meinte der Südtiroler. "Man muss sich ans Limit herantasten."

Dazu hat der junge Rennfahrer bereits am nächsten Wochenende beim Portugal-GP die Möglichkeit.