"Ich habe Gänsehaut!" Geigers emotionaler Tournee-Traumstart

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Karl Geiger stand sichtlich bewegt auf dem Siegerpodest, 25.500 Zuschauer feierten den Coup ihres "Karle": Mit einem ganz starken zweiten Platz in seiner Heimat Oberstdorf hat der Vizeweltmeister einen glänzenden Start in die 68. Vierschanzentournee hingelegt.

"Ich habe Gänsehaut. Das ist ein Traum, hier auf dem Podium zu stehen. Ich bin mega happy", sagte Lokalmatador Geiger, der sich in einem hochklassigen Wettkampf einzig Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi aus Japan geschlagen geben musste.


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"Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, das waren zwei gute Sprünge. Die Atmosphäre war heute brutal geil", sagte Geiger, der auf seiner Heimschanze nach Flügen auf 135,0 und 134,0 m zum ersten Mal bei der Tournee auf dem Podest landete. Damit hielt der 26-Jährige die Hoffnung auf den ersten deutschen Gesamtsieg seit Sven Hannawalds Vierfach-Triumph vor 18 Jahren am Leben. 

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"Karl hat heute wirklich zwei gute Sprünge gemacht. Wir sind froh, dass wir mit einem Podest hier wegfahren. Das war unser Ziel", sagte Stefan Horngacher, der gleich bei seiner ersten Tournee als Bundestrainer von einem deutschen Wintermärchen träumen darf. Mit 295,6 Punkten fehlten seinem Vorflieger umgerechnet nur knapp fünf Meter zu Sieger Kobayashi (305,1). "Wenn Karl weiter so Sprünge macht wie heute, und der Kobayashi Fehler, dann ist der Karl sicher da", sagte Horngacher kämpferisch.

Eisenbichler verbessert

Dritter wurde Normalschanzen-Weltmeister Dawid Kubacki aus Polen (294,7) vor dem Mitfavoriten Stefan Kraft aus Österreich (291,2 Punkte). Als zweitbester DSV-Adler belegte der zuletzt formschwache Weltmeister Markus Eisenbichler (277,8 Punkte) den guten elften Rang - sein bestes Ergebnis der Saison. Auch Pius Paschke und Stephan Leyhe überzeugten auf den Plätze 12 und 13.

Mann des Abends war aber Geiger. "Ich bin echt gut in Schuss, das kann mir Mut geben. Mit dem Gefühl fahr ich nach Garmisch", sagte der DSV-Adler. Auch für seinen Kontrahenten Kobayashi hatte er ein Lob übrig: "Ryoyu ist beeindruckend, seine Sprünge waren erste Sahne und auf einem brutalen Niveau. Aber auch er ist kein Zauberer."


Eisenbichler lag nach dem ersten Durchgang sogar auf Position fünf - und freute sich am Ende vor allem mit seinem Zimmerkollegen Geiger. "Mega krass, dass Karl Zweiter geworden ist, er ist ein Spezi von mir. Das entspannt uns alle. Karl zieht mich mit, dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich werde alles tun und ihn unterstützen, dass es für ihn so weitergeht", sagte Eisenbichler, der vor einem Jahr ebenfalls vom Japaner auf Rang zwei verwiesen worden war.

Eisenbichler ließ dann auch eine Warnung an Kobayashi Folgen: "Wenn er sich ein paar Fehler erlaubt, dann kommt der Karl."

Kobayashi wird zum Seriensieger

Für Kobayashi war es bereits der fünfte Tagessieg bei der Tournee in Folge, eine solche Serie hatten vor ihm nur Helmut Recknagel für die DDR (1958 bis 1959), Sven Hannawald (2001 bis 2002) und Kamil Stoch (2017 bis 2018) geschafft.

"Ich habe heute alles gegeben, es war ein toller Wettkampf", sagte der Topfavorit. An Neujahr kann sich der Japaner in Garmisch-Partenkirchen mit Sieg Nummer sechs die alleinige Bestmarke holen.

Stoch und Prevc weit zurück

Einen frühen Rückschlag musste dagegen Kamil Stoch hinnehmen. Der Pole, der 2017/18 noch den Grand Slam geholt hatte, verlor auf Rang 19 deutlich an Boden auf die Topspringer. Der Slowene Peter Prevc, ebenfalls ehemaliger Tournee-Sieger, belegte sogar nur den 21. Platz.


Am Montag reist der Tournee-Tross nach Garmisch-Partenkirchen, wo am Dienstag (14 Uhr ) die Qualifikation zum zweiten Tourneespringen am Neujahrstag ansteht. "Jetzt können wir uns einen schönen Ruhetag machen - und dann in Garmisch wieder loslegen", sagte Horngacher.

Karl Geiger ist mit einem starken zweiten Platz in die 68. Vierschanzentournee gestartet. Der Vizeweltmeister musste sich in seiner Heimat Oberstdorf einzig Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi (Japan) geschlagen geben.

Dritter wurde der Normalschanzen-Weltmeister Dawid Kubacki aus Polen.


Geiger flog vor 25.500 Zuschauern auf 135,0 und 134,0 m, mit 295,9 Punkten lag er umgerechnet knapp fünf Meter hinter Überflieger Kobayashi (305,1 Punkte).

Eisenbichler verbessert

Als zweitbester DSV-Adler belegte der zuletzt formschwache Weltmeister Markus Eisenbichler (277,8 Punkte) den guten elften Rang - sein bestes Ergebnis der Saison. Auch Pius Paschke und Stephan Leyhe überzeugten auf den Plätze 12 und 13.


"Wir sind super gestartet. Karl hat einen richtig guten Sprung gemacht, auch Markus kommt immer besser und besser ins Spiel. Die Leistung der Jungs war echt gut", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD.

Kobayashi wird zum Seriensieger

Für Kobayashi war es der fünfte Tagessieg bei der Tournee in Folge, eine solche Serie hatten vor ihm nur Helmut Recknagel für die DDR (1958 bis 1959), Sven Hannawald (2001 bis 2002) und Kamil Stoch (2017 bis 2018) geschafft. An Neujahr kann sich der Japaner in Garmisch-Partenkirchen die alleinige Bestmarke holen.

Stoch und Prevc weit zurück

Einen frühen Rückschlag musste Mitfavorit Kamil Stoch hinnehmen. Der Pole, der 2017/18 noch den Grand Slam geholt hatte, verlor auf Rang 19 deutlich an Boden auf die Topspringer. Der Slowene Peter Prevc, ebenfalls ehemaliger Tournee-Sieger, belegte sogar nur den 21. Platz.

Erst gar nicht in den zweiten Durchgang schafften es der zweimalige Saisonsieger Daniel Andre Tande aus Norwegen, der WM-Dritte Killian Peier (Schweiz) und der vom ehemaligen Bundestrainer Werner Schuster betreute Österreicher Gregor Schlierenzauer.


Punkte sammelten aus deutscher Sicht zudem Constantin Schmid (20.), erstmals in seiner Karriere Luca Roth (27.) sowie Moritz Baer (29.).

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Nur noch als Zuschauer dabei war Richard Freitag. Der Sachse hatte am Samstag als 59. den Wettkampf der besten 50 verpasst und blieb zum vierten Mal in Folge ohne Weltcuppunkt. Noch vor zwei Jahren hatte Freitag um den Tourneesieg mitgekämpft.

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