Gerhard Berger: "Man kann Mick nicht in Michaels Fußstapfen drängen"

Norman Fischer
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Allein schon weil er den berühmten Nachnamen trägt, sind die Erwartungen bei Mick Schumacher vor seiner ersten Formel-1-Saison ganz besondere. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat mit seinen Titeln in der Formel 2 und der Formel-3-EM bewiesen, dass er sportlich die Qualifikation hat.

"Er hat nach Schumacher-Manier eine Meisterschaft nach der anderen abgearbeitet und wenn er sie nicht gewonnen hat, noch einmal gemacht, um wirklich auch diesen Fokus auf Meisterschaften zu lernen", sieht Ex-Pilot Gerhard Berger bei 'ServusTV' großes Potenzial im Deutschen. "Ich glaube, dass der schon Schumacher-Gene hat und dass der schon seinen Weg in der Formel 1 machen wird."

Allerdings warnt auch der Österreicher wie viele andere zuvor vor zu hohen Erwartungen: "In die Fußstapfen von Michael kann man ihn nicht reindrängen", sagt er und betont, dass Mick seinen Weg alleine bestreiten muss. "Ich glaube, dass er ein guter Rennfahrer sein wird. Wie weit er es am Ende wirklich schafft, werden wir sehen."

Die Brötchen, die Schumacher bei Haas backen muss, dürften jedoch ziemlich klein sein. Der Rennstall wurde 2020 gerade einmal Vorletzter in der WM und holte gerade einmal drei Punkte. Mit zwei Rookies und im Grunde fast gleichbleibenden Fahrzeugen wird die Aufgabe im kommenden Jahr nicht einfacher.

Berger drückt Schumacher jedoch alle Daumen - schon allein wegen dem ganzen Schicksal von Papa Michael. "Das Leid und Unglück, was da entstanden ist, ist uns allen noch so in den Knochen, dass wir sagen: Das einzige, was wir wirklich noch für Michael hoffen können, ist, dass der Sohn wieder dort anschließt, wo Michael aufgehört hat."

Vom Junior selbst hat er dabei auch eine persönlich hohe Meinung: "Irrsinnig netter Kerl, sehr anständig, sehr höflich, toller Bursche", so Berger.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.