Gewalt gegen Unparteiische reißt nicht: Halbfinale im Südwest-Pokal abgebrochen

Gewalt gegen Unparteiische reißt nicht: Halbfinale im Südwest-Pokal abgebrochen
Gewalt gegen Unparteiische reißt nicht: Halbfinale im Südwest-Pokal abgebrochen

Die Gewalt gegen Unparteiische im Amateurfußball reißt nicht ab. Das Halbfinale im Pokal des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV) zwischen den beiden rheinland-pfälzischen Verbandsligisten TuS Rüssingen und Alemannia Waldalgesheim wurde am Mittwochabend von Schiedsrichter Patrick Simon gegen Ende der ersten Hälfte abgebrochen, nachdem sein Assistent Jens Schmidt von einem Rüssinger Spieler zu Boden geschlagen wurde.
Beim Stand von 1:0 für Rüssingen hatte der TuS den zweiten Platzverweis kassiert. Daraufhin kam es zur Rudelbildung. Auf einem Video der Szene bei Twitter ist zu sehen, wie der Assistent durch den Schlag des Rüssingers zu Boden geht. Der Unparteiische kam immerhin wieder auf die Beine und konnte den Platz ohne Hilfe verlassen. Waldalsgesheim wird wohl am grünen Tisch in das Finale einziehen.
"Ich will zunächst den Schiedsrichter-Bericht abwarten", sagte SWFV-Präsident Hans-Dieter Drewitz dem SID: "Die Täter sind durch die Platzverweise ohnehin erst einmal auf Eis gelegt. Das Ganze wird dann seinen Weg vor die Spruchkammer nehmen. Der Kammer möchte ich nicht vorgreifen, aber mit Blick auf die Spielwertung braucht man nicht viel Fantasie."
In einer offiziellen Erklärung verurteilte der SWFV am Donnerstag "diesen Vorfall auf das Schärfste". Der Verband kündigte an, "alle ihm zur Verfügung stehenden sportrechtlichen Mittel zu ergreifen". Zudem gab der SWFV an, "unmittelbar nach Abbruch des Spiels" Kontakt mit dem betroffenen Schiedsrichterteam aufgenommen zu haben.





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