Das sind die Verlierer der BVB-Hinrunde

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Das sind die Verlierer der BVB-Hinrunde
Das sind die Verlierer der BVB-Hinrunde

16 Siege, neun Niederlagen und ein Unentschieden – der BVB hat eine Hinrunde mit vielen Höhen und Tiefen abgeschlossen. 

In der Champions League ist der Pott-Klub bereits in der Gruppenphase gescheitert, überwintert zumindest in der Europa League, in der Bundesliga steht er auf dem zweiten Platz mit satten neun Punkten Rückstand auf die Bayern - im DFB-Pokal hat er immerhin noch alle Chancen auf den Titel. 

In Folge 12 des SPORT1 Podcast „Die Dortmund-Woche“ sprechen die Reporter Patrick Berger und Oliver Müller zum Jahresabschluss über die Gewinner und Verlierer der Dortmunder Zick-Zack-Hinrunde. 

Gewinner

Gregor Kobel

Er ist der große BVB-Rückhalt. Ohne den 24 Jahre alten Keeper, der vor der Saison für 15 Millionen Euro vom VfB Stuttgart geholt wurde, stünden die Dortmunder wahrscheinlich noch schlechter da. Mit mehreren Glanzparaden wartete Kobel in seinem ersten Halbjahr beim BVB auf.

Seine enorme Präsenz überträgt sich auf die Mannschaft. Auf der Linie ist er stark und bei hohen Bällen eine Bank. Einzig sein Spiel mit dem Ball ist ausbaufähig. Was den ehrgeizigen Schlussmann natürlich wurmt: Von 24 Pflichtspielen musste er 36 Mal hinter sich greifen und konnte nur sechs Mal den Kasten sauber halten. Zur Rückrunde will er mit seinen Vorderleuten endlich mal eine Zu-Null-Serie starten.

Jude Bellingham

Ist er wirklich erst 18? Das fragen sich die BVB-Fans immer wieder. Der junge Engländer genießt schon jetzt Kult-Status und wird mit lauten, langgezogenen „Juuuude“-Rufen gefeiert. Der Teenie besticht durch sein schnörkelloses Spiel – er verteidigt kompromisslos, haut sich in jedem Spiel voll rein und ist auch in der Offensive ein belebendes Element.

In 24 Einsätzen kommt Bellingham auf starke zwölf Scorerpunkte (drei Tore, neun Assists). Der ehrgeizige Kämpfer neigt allerdings manchmal dazu zu überdrehen. Bündelt er seine Energie künftig noch mehr und konzentriert er sich aufs Wesentliche, wird aus ihm ein Weltstar.

Marco Reus

Der Kapitän geht voran und ist so wichtig wie lange nicht. Trainer Marco Rose hebt immer wieder die Bedeutung Reus‘ für den BVB hervor und auch Klub-Boss Hans-Joachim Watzke sagte am Sonntag bei Bild Live: „Marco bringt sich voll ein, er ist einer, der seine Rolle hervorragend ausfüllt. Das denkt man von außen vielleicht nicht sofort.“ 25 Torbeteiligungen in dieser Saison für Verein und Nationalmannschaft sprechen für sich.

Beim 2:3 in Berlin musste der Routinier allerdings nach einer schwachen Leistung humpelnd vom Platz. Ist aber so weit nicht schlimm. Im neuen Jahr will der titelhungrige Nationalspieler nochmal angreifen.

Manuel Akanji

War wegen einer Knie-Operation bereits vorzeitig im Weihnachtsurlaub. Der Schweizer ist pünktlich zum Trainingsstart am 3. Januar aber wieder fit.

Er war der mit Abstand stabilste BVB-Verteidiger in der Hinrunde. Der 26-Jährige hat seine Fehler auf ein Minimum reduziert und glänzt mit einer guten Zweikampfführung, cleverem Stellungsspiel und starken Diagonalpässen.

Verlierer

Axel Witsel

Nach seinem Achillessehnenriss im Vorjahr scheint seine Zeit allmählich abzulaufen. Der Publikumsliebling, der gute Anfangsjahre beim BVB hatte, spielte eine schwache Hinrunde. Ihm fehlt es an Spritzigkeit und Handlungsschnelligkeit.

Zu viele Fehler hat der Belgier in seinem Spiel. Ob auf der Sechserposition oder in der Innenverteidigung: Witsel war in diesem Halbjahr keine Hilfe. Sein Vertrag läuft im Sommer aus und wird nicht verlängert.

Nico Schulz

Seine Leistungen in der Hinrunde kann man in einem Wort beschreiben: Enttäuschend! Dem gebürtigen Berliner fehlt völlig das Selbstvertrauen.

Zu Gute halten muss man ihm, dass er sich immer wieder mit Muskelproblemen herumplagte. Sowohl defensiv als auch offensiv gab der einstige Löw-Nationalspieler keine gute Figur ab.

Youssoufa Moukoko

Die Saison 2021/2022 sollte eigentlich seine werden – doch Verletzungen warfen das größte Stürmer-Talent Deutschlands enorm zurück. Angeschlagen war Moukoko bereits in die Saison gestartet, bekam zu Beginn ein paar Kurzeinsätze und zog sich dann eine schwere Muskelverletzung zu.

Davon erholte er sich nicht. Gerade in der Phase, in der Erling Haaland mehrere Wochen ausfiel, hätte sich Moukoko zeigen können – sehr ärgerlich! Nicht ausgeschlossen, dass das 17 Jahre alte Talent im Sommer vielleicht verliehen wird, um Spielanteile zu bekommen.

Mats Hummels

Bundestrainer Hansi Flick machte zuletzt deutlich, dass der Dortmunder Abwehrchef aktuell „nicht dieses Niveau, diese Qualität in seinem Spiel“ habe, um der Mannschaft zu helfen. „Ich weiß auch, wenn ich ihn so sehe und mit ihm spreche, dass er schon das eine oder andere Problemchen hat.“

Die Hinrunde verlief für den Routinier alles andere als optimal. Mit Verletzungsproblemen war er von der EM zurückgekommen und war fitnesstechnisch nie bei 100 Prozent. Das wirkte sich auf seine Leistungen aus, die für seine Verhältnisse ungewöhnlich fehlerbehaftet waren. In der Rückrunde will der BVB-Star sein wahres Gesicht zeigen und zu alter Stärke zurückfinden.

Warum Julian Brandt trotz aufsteigender Formkurve doch nicht zu den Gewinnern zählt und wieso Hummels gerade so in die Verlierer-Kategorie gerutscht ist, erzählen Patrick und Oliver ausführlich in Folge 12 von „Die Dortmund-Woche“. Viel Spaß beim Reinhören. Ein Muss für jeden BVB-Fan!

VIDEO: So spaltet Erling Haaland den BVB

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