Gislason nominiert fünf Neue - Torhüter-Duo fehlt

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Gislason nominiert fünf Neue - Torhüter-Duo fehlt
Gislason nominiert fünf Neue - Torhüter-Duo fehlt

Die deutschen Handballer starten mit einem runderneuerten Team in die EM-Saison. Für die bevorstehende Lehrgangswoche inklusive zweier Länderspiele gegen Portugal (5. und 7. November) berief Bundestrainer Alfred Gislason am Montag fünf Debütanten in sein 19-köpfiges Aufgebot.

Nicht dabei sind hingegen die nach den Olympischen Spielen zurückgetretenen Uwe Gensheimer und Steffen Weinhold sowie die pausierenden Hendrik Pekeler und Johannes Bitter. Die beiden Keeper Silvio Heinevetter und der im polnischen Kielce beschäftigte Andreas Wolff wurden nicht nominiert. Die Lehrgangstage sind nicht Teil des internationalen Handball-Kalenders. (NEWS: Alles Wichtige zum Handball)

„Vielleicht überrascht dieses Aufgebot Außenstehende für uns ist die Nominierung nur konsequent. Dieser Kader spiegelt aktuelles Leistungsvermögen und Perspektive wider“, sagte Gislason: „Wir möchten mehr in die Breite kommen, neue Konkurrenz schaffen und in der Auswahl flexibler werden. Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit dieser Mannschaft.“

In der Pressekonferenz betonte er: „Jeder muss um seinen Platz kämpfen, keiner ist automatisch dabei.“ Die Tür sei allerdings für niemanden zu. Jeder könne sich „durch Leistungen empfehlen“.

Die Frage nach einem Nachfolger für Gensheimer als Teamkapitän ließ Gislason am Montag offen. „Es gibt sehr gute Kandidaten für dieses Amt, das werden wir beim Lehrgang in Düsseldorf klären“, sagte der Isländer.

Ernst nach drei Kreuzbandrissen zurück

Vor ihrem ersten A-Länderspiel stehen in der kommenden Woche fünf Spieler. Mittelmann Julian Köster (Gummersbach), Linksaußen Lukas Mertens (Magdeburg) und Torwart Joel Birlehm (Leipzig) liefen immerhin schon in Junioren-Teams des DHB auf. Zudem könnten Rechtsaußen Lukas Zerbe (Lemgo), Neffe von DHB-Legende Volker Zerbe, und Rückraumspieler Hendrik Wagner von den Eulen Ludwigshafen ihre DHB-Premiere feiern.

Einen neuen Anlauf in der Nationalmannschaft unternimmt unterdessen der mittlerweile in Leipzig spielende Mittelmann Simon Ernst. Der Europameister von 2016 hat sich nach drei Kreuzbandrissen zurück gekämpft.

DHB-Team treibt Umbruch voran

Der am 1. November beginnende Lehrgang, der mit dem Tag des Handballs am 7. November in Düsseldorf endet, dient bereits der Vorbereitung auf die EM 2022. Im Januar trifft die deutsche Mannschaft in der slowakischen Hauptstadt Bratislava in der Vorrundengruppe D auf Weißrussland (14. Januar), Österreich (16. Januar) und Polen (18. Januar). Die ersten beiden Teams erreichen die zweite Turnierphase.

DHB-Sportvorstand Axel Kromer betonte den Willen zum Umbruch. "Alfred hat durchweg Spieler nominiert, von denen wir erwarten, dass sie bereits bei der kommenden Europameisterschaft zentrale Rollen übernehmen können", sagte Kromer: "In die Zusammenstellung des EM-Kaders werden die Eindrücke des kommenden Lehrgangs, aber natürlich auch die Leistungen in den Vereinsspielen der kommenden Wochen einfließen. Alle Türen werden weiter in beide Richtungen geöffnet sein."

Das Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:

Tor: Joel Birlehm (SC DHfK Leipzig), Till Klimpke (HSG Wetzlar)

Feld: Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Lukas Mertens (SC Magdeburg), Sebastian Heymann (Frisch Auf Göppingen), Paul Drux (Füchse Berlin), Hendrik Wagner (Eulen Ludwigshafen), Philipp Weber (SC Magdeburg), Juri Knorr (Rhein-Neckar Löwen), Luca Witzke (SC DHfK Leipzig), Julian Köster (VfL Gummersbach), Simon Ernst (SC DHfK Leipzig), Fabian Wiede (Füchse Berlin), David Schmidt (Bergischer HC), Timo Kastening (MT Melsungen), Lukas Zerbe (TBV Lemgo), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Wiencek (THW Kiel)

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