Gladbach gibt wohl Angebot für Pass-Rekordmann Christensen ab

Michael Long
90Min

Eigentlich ist die Meldung wenig überraschend, die Frage ist lediglich, wieviel die Borussia bereit ist, an die Schmerzgrenze oder auch darüber hinaus zu gehen. Das Andreas Christensen mit dem Spiel gegen Hertha BSC noch einen neuen Saisonrekord aufgestellt hat, macht die Sache dagegen aus Sicht der Borussia nicht einfacher.

Foto: Getty Images

Zwei Spiele sind seit der Länderspielpause vergangen, beide endeten für Borussia Mönchengladbach ohne Gegentor. 0:0 gegen Frankfurt, wobei hier spielerisch und in der Offensive eine ganze Menge auf der Strecke blieb, und 1:0 gegen die Hertha aus Berlin. Vier Punkte, die eher nach oben schielen lassen, als den Blick nach unten zu richten. Auch zeigt es, in der Defensive der 'Fohlen' stimmt es.

Rekordmann Christensen



Einen großen Anteil daran hat Andreas Christensen, der trotz seiner erst 20 Jahre alle Qualitäten hat, einer der besten Abwehrspieler dieses Planeten zu werden und bereits auf dem besten Wege dahin ist. Bedurfte es noch eines weiteren Beweises, gegen die Hauptstädter lieferte der Youngster erneut herausragende Zahlen, die alle Annahmen bestätigen. Er stellte mit 111 angekommenen Pässen von 113 Versuchen einen bundesligaweiten Saisonrekord auf, was die Passquote angeht.

Das Manko ist nur, dass Christensen lediglich ausgeliehen ist vom FC Chelsea und diesen Sommer zurück nach London müsste. Max Eberl hatte angekündigt, dass man noch kämpfen werde und noch lange nichts beschlossen sei. Wie die Rheinische Post nun erfahren hat, soll der Sportdirektor nun auch ein Angebot abgegeben haben.

Hazard und die guten Kontakte



Dabei soll ein ähnliches Modell wie bei Thorgan Hazard angedacht sein. Chelsea verkauft den Spieler an die Borussia, bekommt aber ein Rückkaufrecht und ist damit erster Ansprechpartner, wenn es um einen möglichen Verkauf bzw. Wechsel von Christensen geht. Die guten Kontakte, die man in den vergangenen Jahren zu den 'Blues' auch mit den Verhandlungen um Hazard aufgebaut hat, dürften dabei helfen.

Wie hoch das Angebot ausgefallen ist und ob es bereits eine Reaktion aus England gibt, ist nicht überliefert. Ein erster Schritt ist jedoch getan und sollte Max Eberl der große Coup tatsächlich gelingen, dürfte er auf dem Eickener Marktplatz neben Netzer und Co eine eigene Statue hingestellt bekommen.

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