Glasner weg? Jetzt reagiert Frankfurt

Die Gerüchteküche rund um Oliver Glasner brodelt.

Der Trainer von Eintracht Frankfurt soll bei Topklubs wie Real Madrid oder dem FC Chelsea auf der Liste stehen. Der Österreicher hat sich einen guten Ruf in der Branche verschafft. Glasner hat die Eintracht zum ersten Europa-League-Sieg seit 42 Jahren geführt und damit die Blicke auf sich gezogen.

Krösche: „Wir sprechen nach der Saison mit Glasner“

Die Frankfurter sind es inzwischen gewohnt, ihre Übungsleiter zu verlieren. Niko Kovac wechselte 2018 zum FC Bayern München, dessen Nachfolger Adi Hütter drei Jahre später zu Borussia Mönchengladbach. Verlieren die Hessen mit Glasner erneut einen Toptrainer an die Konkurrenz? (DATEN: Ergebnisse der Bundesliga)

Der Vertrag des Österreichers läuft noch 18 Monate bis 2024. Eine schnelle Entscheidung in der Zukunftsfrage ist allerdings nicht zu erwarten, eine zügige Verlängerung des Kontrakts wird es nicht geben. Sportvorstand Markus Krösche stellt im Gespräch mit SPORT1 klar: „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, erst nach der Saison in Ruhe zu sprechen.“

Der Trainer selbst sagte im Trainingslager in Dubai: „Alles, was ich heute sage, ist im Endeffekt falsch. Wir wissen es einfach nicht.“

Eintracht-Boss will Diskussionen ausblenden

Nicht immer ging es harmonisch zu zwischen Krösche und Glasner, im Sommer etwa eckten sie an. Einerseits gibt es die Position des Trainers: Tagesgeschäft, Siege, Punkte, er will das Team zusammenhalten und bestenfalls permanent verstärken. Andererseits ist da die Rolle des Sportvorstand, der langfristige Entwicklungen und die wirtschaftliche Lage der Eintracht im Blick hat. Nicht immer gibt es Übereinstimmungen in den Gesprächen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Eintracht-Boss Krösche stellte klar: „Beide Seiten arbeiten gut zusammen.“ Dennoch möchte er dem Thema Vertragsverlängerung keinen Raum geben: „Die Diskussionen bringen jetzt nichts, denn unser voller Fokus liegt auf der sportlichen Entwicklung in den kommenden Wochen.“ In der Bundesliga den Platz in den Top vier verteidigen, zudem im DFB-Pokal und in der Champions League „das Maximum erreichen“, wie etwa Torhüter Kevin Trapp die Stoßrichtung formulierte. (DATEN: Spielplan der Bundesliga)

Krösche fordert: „Sollten uns alle mehr im ‚Hier und Jetzt‘ bewegen“

Krösche hält daher wenig von den vielen Debatten rund um die Zukunft der Protagonisten. Er forderte daher: „Wir sollten uns alle mehr im ‚Hier und Jetzt‘ bewegen. Das gilt für den Trainer genauso wie für die Spieler.“