Gnadenlose Bayern marschieren mit Rekord Richtung Titel

Maximilian Lotz
·Lesedauer: 4 Min.

Der FC Bayern München marschiert in der Bundesliga Richtung neunter Meisterschaft in Folge. Im Kracher bei Verfolger RB Leipzig präsentiert sich der FCB gnadenlos.

Dank eines Tores von Leon Goretzka (l.) gewinnt der FC BAyern das Topspiel bei RB Leipzig. (Bild: Getty Images)
Dank eines Tores von Leon Goretzka (l.) gewinnt der FC BAyern das Topspiel bei RB Leipzig. (Bild: Getty Images)

Der FC Bayern München hat auf dem Weg zum neunten Meistertitel in Serie den nächsten Big Point gefeiert.

Der Rekordchampion bezwang Verfolger RB Leipzig in einem packenden und umkämpften Topspiel mit 1:0 (1:0). Die Mannschaft von Hansi Flick trotzte dabei dem Ausfall von Toptorjäger Robert Lewandowski, der wegen einer Bänderdehnung im rechten Knie rund vier Wochen ausfallen wird. 

Die Bayern bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf sieben Punkte aus. 

Goretzka trifft - und sorgt für Bayern-Rekord

Der erste Schuss aufs Tor saß! Leon Goretzka vollendete nach Vorarbeit von Thomas Müller (38.) mit einem humorlosen Schuss unter die Latte zur Bayern-Führung. 

Die Münchner trafen auch im 62. Pflichtspiel in Folge und stellten damit einen Vereinsrekord auf, torlos blieb der FCB zuletzt beim 0:0 in Leipzig im Februar 2020.

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Das Spiel war noch gar nicht angepfiffen, da stand Bayern-Keeper Manuel Neuer erstmals im Fokus. Das Tornetz hatte ein Loch, Neuer versuchte, den Schaden mit seinem Handtuch zu beheben, konnte das Schiedsrichtergespann aber damit nicht überzeugen. Erst nachdem ein Helfer mit zwei Kabelbindern das Netz geflickt hatte, konnte das Topspiel mit vierminütige Verspätung angepfiffen werden.

Choupo-Moting ersetzt Lewandowski

"Wir erwarten von Anfang ein intensives Spiel", sagte Flick vor Beginn bei Sky - und sollte recht behalten. Es waren aber zunächst die Leipziger, die das Kommando übernahmen. Mit 55 Prozent Ballbesitz drückten die Sachsen die Bayern in die Defensive - blieben dabei allerdings ohne Abschluss.

Der erste Torschuss von Marcel Sabitzer (19.) rauschte um einige Meter über Neuers Kasten. Und die Bayern? Die setzten nach einem Konter ein erstes Zeichen. Lewandowskis Ersatz Eric Maxim Choupo-Moting leitete den Angriff mit einem Hackentrick auf Coman selbst ein, der Abschluss des Ex-Hamburgers (23.) verfehlte sein Ziel um einige Meter. Choupo-Moting hatte ansonsten zwar wenig Ballkontakte, präsentierte sich aber vor allem im ersten Durchgang zweikampfstark.

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Anschließend wurde es etwas ruppiger. Leipzigs Nordi Mukiele packte gegen Lucas Hernández die Grätsche aus und sah seine fünfte Gelbe Karte (26.), er fehlt damit kommende Woche gegen Werder Bremen.

Fast aus dem Nichts gingen die Bayern in Führung. Joshua Kimmich schickte Müller rechts in die Tiefe, den Pass zurück an die Strafraumkante knallte Goretzka zu seinem fünften Saisontor ins Netz (38.). Der Rekordmeister war nun tonangebend und hätte die Führung noch vor der Pause durch Leroy Sané (43.) und Choupo-Moting (44.) ausbauen können, beide Male war Péter Gulácsi zur Stelle.

RB-Chancenfeuerwerk nach der Pause

Nagelsmann reagierte zur Pause und brachte Justin Kluivert für den unauffälligen Emil Forsberg. Es dauerte nicht lang bis zur ersten Chance auf den Ausgleich. Christopher Nkunku probierte es aus der Drehung - vorbei (49.). Es war der Auftakt einer Drangphase der Hausherren.

Zunächst probierte Sabitzer artistisch sein Glück (50.), dann zielte Olmo knapp vorbei (52.). Kurz darauf leitete ein Ballverlust von Niklas Süle die nächste RB-Großchance ein, aber Olmo traf nur das Außennetz (54.). Süle vertändelte daraufhin am Fünfmeterraum um ein Haar gegen Kluivert den Ball, konnte aber noch klären. Sabitzer zwang Neuer aus der Distanz zu einer Glanztat (59.).

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Anschließend konnten die Bayern das Spielgeschehen wieder etwas vom eigenen Tor weghalten. Nagelsmann brachte mit Yussuf Poulsen und Alexander Sörloth für die Schlussviertelstunde noch frische Offensivkräfte. Die Bayern hatten derweil Chancen, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Der eingewechselte Jamal Musiala verzog (76.), Müller scheiterte aus spitzem Winkel an Gulácsi (78.). Letztlich brachten die Bayern den Vorsprung souverän über die Zeit. Eine letzte gefährliche Ecke in der Nachspielzeit faustete Neuer resolut aus seinem Strafraum - kurz darauf war Schluss.

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