GP Vietnam vor Absage: Coronavirus-Krisenmeeting mit F1-Boss Carey

Christian Nimmervoll
motorsport.com

Während in Melbourne weitere Coronavirus-Verdachtsfälle gemeldet werden, der Grand Prix von Australien aber trotzdem wie geplant am Sonntag stattfinden soll (Formel 1 2020 live im Ticker!), steht der Grand Prix von Vietnam in Hanoi offenbar vor der Absage. Das sickerte nach einem Gespräch zwischen den Veranstaltern vor Ort und Formel-1-Chef Chase Carey am Mittwoch durch.

Carey war vor seinem Weiterflug nach Melbourne zu einem Krisengespräch nach Hanoi gereist. Offiziell gibt es zum Ausgang dieses Gesprächs noch keine Bekanntgaben. Auf Twitter verbreiten sich jedoch Spekulationen, wonach sich die Verantwortlichen zunächst auf eine Verschiebung des Rennens vom ursprünglichen Termin am 5. April geeinigt haben sollen.

Von einer Absage will offiziell noch niemand sprechen; das kann jedoch auch kommerzielle Gründe haben. Veranstaltungen von Events dieser Tragweite abzusagen, bringt signifikante Haftungsfragen mit sich. Unter anderem auch, was den Verlust von Einnahmen und damit verbundene Versicherungsthemen betrifft.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Die vietnamesische Regierung hat indes ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus weiter verschärft. Das betrifft insbesondere die Einreisebestimmungen. Privilegien, um Bürger manchen EU-Ländern (darunter auch Deutschland) die Einreise zu erleichtern, wurden beispielsweise komplett gestrichen.

Übrigens: Carey wollte rund um den Saisonauftakt der Formel 1 ohnehin nach Hanoi fliegen, um die dortigen Veranstalter zu treffen. Allerdings hat er vor zwei Wochen noch angekündigt, dass dieses Treffen erst am 16. März stattfinden werde. Dass er die Reise jetzt vorgezogen hat, unterstreicht die Dringlichkeit des Themas.

Mit Bildmaterial von LAT.

Lesen Sie auch