Grünes Trikot: Mark Cavendish (Großbritannien)

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Grünes Trikot: Mark Cavendish (Großbritannien)
Grünes Trikot: Mark Cavendish (Großbritannien)

Im Grünen Trikot über den Champs-Elysees fahren. Davon hatte Mark Cavendish vor drei Wochen nur träumen können. Niemand hatte überhaupt mit seinem Start bei der 108. Tour de France gerechnet, nicht einmal er selbst. Drei Wochen später ist sein Traum von Grün wahr geworden, zum zweiten Mal nach 2011, in unglaublicher Manier.

Denn Cavendish schrieb Radsport-Geschichte: Der britische Sprintstar hatte bei seinem vierten Triumph der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt in Carcassonne seinen 34. Tour-Etappensieg gefeiert und den über 46 Jahre alten Rekord des fünfmaligen Tour-Siegers Eddy Merckx eingestellt.

Die beiden weiteren Chancen, sich mit dem 35. Tageserfolg bei der Grand Boucle zum alleinigen Rekordhalter zu krönen, ließ der 36-Jährige auf der 19. Etappe sowie beim Tour-Finale am Sonntag auf den Champs-Elysees aber aus.

Eigentlich schien Cavendishs Zeit als Radprofi abgelaufen zu sein, die Karriere still zu Ende zu gehen. Eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus schwächte vor vier Jahren seinen Körper. Depressionen quälten seinen Geist. Die Diagnose wurde im August 2018 gestellt. Kein Massensprint forderte ihn je so sehr wie der Kampf gegen die inneren Dämonen. "Es waren dunkle Tage", sagte Cavendish später: "Ich habe sie hinter mir gelassen."

Eine Rückkehr zur Tour war lange praktisch ausgeschlossen. 2019 und 2020 war Cavendish jeweils ohne Sieg geblieben. Dann kam der Anruf von Patrick Lefevere. Der mächtige Patron der belgischen Star-Equipe Deceuninck-Quick Step gab seinem einstigen Schützling zur Saison 2021 eine zweite Chance.

Cavendish startete wieder durch. Er verdrängte den Iren Sam Bennett, immerhin Vorjahres-Gewinner des Grünen Trikots, aus dem Tour-Kader - und zahlte das Vertrauen bei der Großen Schleife eindrucksvoll zurück.

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