Grand Prix von Long Beach 2020 für IndyCar und IMSA abgesagt

Mario Fritzsche
motorsport.com

Der Grand Prix von Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Für 17. bis 19. April war auf dem Stadtkurs vor den Toren von Los Angeles wie schon in den vergangenen Jahren ein Double-Header mit Rennen der IndyCar-Serie (Sonntag) und der IMSA SportsCar Championship (Samstag) geplant. Doch dazu kommt es nicht. Grund ist die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und die Lungenkrankheit COVID-19.

"Zwar sind wir uns bewusst, dass das für unsere loyalen Teilnehmer, Sponsoren und anderen Kunden eine ernsthafte Unannehmlichkeit darstellt, aber diese Aktion steht im Einklang mit unserem Hauptziel, die Sicherheit und das Wohlergehen der Öffentlichkeit bei unserer Veranstaltung zu gewährleisten", heißt es am Donnerstag seitens des Long-Beach-Veranstalters.

Bürgermeister Robert Garcia hat bis Ende April alle Großveranstaltungen abgesagt. Zwar werde "die Möglichkeit einer Verschiebung" auf später im Jahr laut dem Veranstalter des Long-Beach-Grand-Prix noch geprüft. "Wenn das aber nicht möglich ist, freuen wir uns darauf, den Acura Grand Prix von Long Beach vom 16. bis 18. April 2021 zu veranstalten", verweist man vorsichtshalber bereits auf das kommende Jahr.

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Der Bundesstaat Kalifornien ist gemäß aktueller Statistik der Weltgesundheitsorganisation WHO hinter den Bundesstaaten Washington und New York derjenige mit der dritthöchsten Zahl bestätigter Coronavirus-Infektionen in den USA.

Ebenfalls am Donnerstag war entschieden worden, dass der IndyCar-Saisonauftakt in St. Petersburg (Florida) an diesem Wochenende (13. bis 15. März) als reiner TV-Event ohne Zuschauer an der Strecke ausgetragen wird. Der Stadtkurs wurde bereits seit Wochen aufgebaut. Fahrer, Teams und Offizielle sind vor Ort. Ob der im IndyCar-Kalender 2020 für 5. April geplante Grand Prix von Alabama im Barber Motorsports Park wird stattfinden können, ist offen.

Un die IMSA-Saison 2020 wird nach den 24 Stunden von Daytona (Ende Januar absolviert) nun frühestens Anfang Mai in Mid-Ohio weitergehen. Denn die eigentlich für 21. März als zweites Saisonrennen geplanten 12 Stunden von Sebring hat man als neues Saisonfinale auf den 14. November verschoben. Grund ist auch hier die Ausbreitung des Coronavirus und damit einhergehend insbesondere das von den USA erlassene Einreiseverbot aus Kontinentaleuropa bis 12. April.

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Mit Bildmaterial von LAT.

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