Griffgummi verloren: Danilo Petrucci kämpft mit ungewöhnlichem Problem

Sebastian Fränzschky
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Andrea Doviziosos lockerer Lenkerstummel (mehr Infos) war nicht die einzige Panne, die Ducati beim Valencia-Grand-Prix erlebte. An der Desmosedici von Danilo Petrucci löste sich der linke Griffgummi. Noch vor der Renn-Halbzeit rutschte der Griff komplett vom Stummel. Petrucci musste improvisieren und ins blanke Aluminium greifen.

"Ich erwartete mehr", gesteht Petrucci nach Platz 15 im vorletzten Rennen als Ducati-Werkspilot. "Ich brachte keine gute erste Runde zusammen. In Runde fünf löste sich der Griffgummi am Lenkerstummel. In Runde zwölf rutschte der Griffgummi komplett runter. Das kam vorher noch nie vor."

"Es war sehr schwierig, das Motorrad bis zum Ende zu kontrollieren. Es war kein Rennen, an das man sich erinnern wird. Ich war besorgt, von einer Sekunde auf die nächste zu stürzen, weil ich auf der linken Seite nur noch den blanken Alu-Lenkerstummel hatte, an dem ich mich festhalten konnte. Es war sehr schwierig, das Rennen zu Ende zu bringen. Positiv ist, dass ich nicht gestürzt bin", bemerkt Petrucci, der knapp vor Honda-Werkspilot Alex Marquez ins Ziel kam.

Am bevorstehenden Wochenende bestreitet Petrucci sein letztes Rennen für Ducati. "Portimao ist ein Kurs, den ich sehr mag. Doch ich weiß nicht, wie es mit der MotoGP-Maschine läuft. Ich freue mich, das herauszufinden. Es gibt einen neuen Asphalt. Wir müssen verstehen, wie unser Motorrad darauf funktioniert. Ein gutes Ergebnis wäre schön, um sich von Ducati zu verabschieden", so der Italiener.

"In Portimao fuhr ich 2011 mein letztes Rennen in der Superstock-Meisterschaft, bevor ich in die MotoGP wechselte. Ich gewann dieses Rennen. Sicher wird es schwierig, erneut zu gewinnen. Doch ein gutes Ergebnis ist notwendig nach den beiden schwierigen Wochenenden", erklärt Petrucci. "Ich würde mich gern mit einem Lachen und dem Wissen, dass ich alles gab, verabschieden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.