Große Geste! Stadionsprecher erklärt umstrittenen Schiri-Pfiff

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Große Geste! Stadionsprecher erklärt umstrittenen Schiri-Pfiff
Große Geste! Stadionsprecher erklärt umstrittenen Schiri-Pfiff

Im Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV geriet Stadionsprecher Arndt Zeigler in der Halbzeit in den Mittelpunkt. Doch was war passiert?

Aufgrund einer strittigen Schiedsrichterentscheidung sah sich Zeigler in der Position, den aufgebrachten Fans die Situation zu erklären. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Beim Stand von 0:1 für den HSV schoss Werder-Stürmer Marvin Ducksch die Bremer vermeintlich mit einem Traumfreistoß zum Ausgleich - und das, nachdem die Bremer bereits aufgrund einer Roten Karte nur noch zu zehnt auf dem Feld standen. Schiedsrichter Sascha Stegemann nahm den Treffer allerdings zurück. Aus gutem Grund! (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Weiser kostet Werder Traumtor gegen HSV

Bremens Neuzugang Mitchell Weiser stand während der Ausführung des Freistoßes verbotenerweise innerhalb der Mauer der Hamburger. Das ist jedoch seit der Saison 2019/20 nicht mehr erlaubt, laut Regelwerk müssen die gegnerischen Spieler mindestens einen Meter Abstand zu der aufgestellten Mauer halten, sofern diese aus drei oder mehr Abwehrspielern besteht. (BERICHT: Weisers Geständnis nach Freistoß-Blackout)

Viele Werder-Fans erkannten Weisers Fehlverhalten nicht auf Anhieb und richteten ihren Zorn gegen Schiri Stegemann. Die ohnehin schon angespannte Stimmung im Weserstadion wurde noch hitziger - bis Zeigler in der Halbzeit das Wort ergriff.

Als Stadionsprecher hat man eine gewisse Verantwortung. In einem Nordderby ist es immer brisant, speziell nach dieser Hälfte. Erst hast du den Elfmeter nicht bekommen, das Freistoßtor wurde aberkannt. Der Schiedsrichter war dann das Ventil für die Zuschauer. Ich wollte anschieben, dass der Fokus sich weg vom Schiedsrichter wieder auf die Mannschaft richtet“, erklärte Zeigler seine Durchsage im Doppelpass 2. Bundesliga auf SPORT1. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Womit Zeigler das richtige Gespür bewies: Seine Ausführungen wurden vom Publikum beklatscht und gefeiert - was Zeigler sogar selbst überraschte: „Ich wollte, dass die Stimmung etwas unter dem Deckel bleibt. Ich dachte, wenn man ein kleines Fünkchen anregt, dann ist das der Weg in die richtige Richtung. Das Feedback war sehr positiv. Ich war ganz erstaunt.“

Ein sportliches Happy End für Werder blieb jedoch aus: Die Bremer verloren das Nordderby gegen den HSV am Ende mit 0:2, verpassten den dritten Sieg in Folge und rutschten auf Tabellenplatz 8 ab.

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